„Zusammenarbeit optimieren“

22.12.2017 - 09:20

die Angelegenheit ist kompliziert: Je 26 Knochen hat ein Fuß, beide zusammen stellen damit rund ein Viertel aller Knochen des menschlichen Körpers. Behandlungen bei Schmerzen und Problemen an den Füßen, insbesondere auch von Diabetikern, werden am Freitag, 26. Januar 2018, auf der Qualitätskonferenz des Verbandes deutscher Podologen erörtert.

Die Angelegenheit ist kompliziert: Je 26 Knochen hat ein Fuß, beide zusammen stellen damit rund ein Viertel aller Knochen des menschlichen Körpers. Behandlungen bei Schmerzen und Problemen an den Füßen, insbesondere auch von Diabetikern, werden am Freitag, 26. Januar 2018, auf der Qualitätskonferenz des Verbandes deutscher Podologen erörtert. Die 15. Ausgabe der „Quako“ findet erstmals auf der Stuttgarter TheraPro statt (26. bis 28. Januar). Im Mittelpunkt der Tagung stehen Nageldolenz, Berufspolitik, Hygiene und Interdisziplinarität – letzteres ganz im Sinne des Messe-Doppels mit der MEDIZIN, das die Vernetzung innerhalb des Gesundheitswesens fördern soll.

Bessere Wahrnehmung der Podologie
„Die Podologie ist ein Gesundheitsfachberuf, wird aber häufig leider immer noch in Verbindung mit der Fußpflege gesehen“, sagt Melanie Flemmig vom Verband Deutscher Podologen. „Ein Grundgedanke für unseren Auftritt bei der TheraPro ist, hier Aufklärungsarbeit zu leisten.“ Daneben wolle man mit der Veranstaltung, die sich gleichermaßen an Heilberuf und Medizin richte, auch den Dialog zwischen Ärzten und Podologen verbessern.

Netzwerke schaffen
Eines von insgesamt vier Themenmodulen ist deshalb der Interdisziplinarität gewidmet (15:15 bis 16:55 Uhr), die gerade im Bereich der Fußheilkunde äußerst wichtig sei, wie Flemmig betont. Als Ergebnis der Konferenz wünsche man sich eine Verstärkung bestehender und die Schaffung neuer Netzwerke, „damit die Kooperation optimiert wird – die freilich längst stattfindet. Die Ärzteschaft steht der Podologie generell sehr offen gegenüber.“

Zusammenwirken bei der Therapie
Nach einleitenden Fachvorträgen befasst sich eine berufsübergreifende Expertenrunde mit therapeutischer Versorgungskoordination und den Therapiemöglichkeiten der verschiedenen Fachtherapeutengruppen. Aufgezeigt wird die durchaus umfangreiche Thematik am Beispiel der komplexen regionalen Schmerzsyndrome (CRPS) am Fuß, nach ihrem Entdecker auch Morbus Sudeck genannt. „Eine Therapie kann hier nur im Zusammenwirken von Arzt, Ergotherapeut, Physiotherapeut und Podologe erfolgen“, erklärt Flemmig. „Das wollen wir in diesem Themenblock ausführlich darstellen und diskutieren.“

Idealerweise gibt es sogar noch die eine oder andere Wissenslücke zu schließen: Interessant – und tückisch –  an der meist nach einem Unfall oder einer Operation auftretenden Schmerzerkrankung sei, dass sie innerhalb Deutschlands regional unterschiedlich gut bekannt sei und daher manchmal zu spät behandelt werde, sagt Melanie Flemmig. „Die Sudeck-Betroffenen leiden unter sehr starken Schmerzen, die im schlimmsten Fall irgendwann nicht mehr auszuhalten sind. Das kann bis zum Suizid führen. Eine rechtzeitige Therapie ist deshalb entscheidend.“

www.verband-deutscher-podologen.de

Detailliertes Kongress- und Rahmenprogramm unter: www.therapro-messe.de/programm

#TheraPro18

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