Wachstumstreiber Digitalisierung in der Medizintechnik

30.01.2019 - 07:45

Auf Wachstumskurs: Martin Oye, Vertriebsleiter Medizintechnik bei der Masterflex Group, erzählt uns wie die hohe Spezialmarktausrichtung als Wachstumstreiber fungiert und woher die Entwicklungs- und Materialkompetenz für ihr Know-how in der Entwicklung kommt.

Sie werben mit „Fein, leicht und leistungsfähig - das zeichnet unsere Produkte für den Bereich Medizintechnik aus.“ – Was genau verbinden Sie mit diesen Attributen?

Martin Oye: Wir arbeiten tatsächlich derzeit an einigen Projekten im Bereich Substitution von metallischen und Elastomeren Werkstoffen - beispielsweise im Bereich der flexiblen und starren Endoskopie. Hier geht der Trend für unsere Kunden eindeutig hin zu Einmalprodukten aufgrund der problematischen Aufbereitung.

Wo finden Ihre Produkte Anwendung? Beschreiben Sie uns in wenigen Worten zwei typische Anwendungssituationen.

Martin Oye: Neben zahlreichen Anwendungssituationen in den Bereichen Infusion und enterale Ernährung haben wir uns in den letzten Jahren auf einige Anwendungen im Bereich Dialyse- und Koronarkatheter spezialisiert. Wir haben viel in die präzise Produktion von Mehrlumenschläuchen für diese Anwendungen investiert.

Die Masterflex Group ist weiterhin auf Wachstumskurs. Ein wichtiger Wachstumstreiber ist neben Internationalisierung und Innovation auch die Digitalisierung. Wie kann man sich die Digitalisierung bzw. das technologische Ausrüsten von Schläuchen vorstellen? Welche „neuen“ Kundenerwartungen entstehend dabei auch an Service und Dienstleistung?

Martin Oye: Neben der Medizintechnik stellen wir auch Schläuche für unterschiedlichste Industrieanwendungen her. Dabei setzen wir uns mit dem Thema intelligente Schläuche in den unterschiedlichen Industrien, beispielsweise der Luftfahrtbranche, der Automobilindustrie oder dem Maschinenbau auseinander. Der Bereich Medizintechnik profitiert stark von der hohen Spezialmarktausrichtung der Masterflex Group. Wir können die Entwicklungs- und Materialkompetenz aus anderen Bereichen für unser Entwicklung-Know-how nutzen.

Als börsennotierter Spezialist sind Sie bei Innovationen weit vorne. Wie entstehen bei Ihnen Produktinnovationen? Welche Rollen spielen Hersteller und Inverkehrbringer dabei?

Martin Oye: Die Ansprechpartner bei unseren Kunden sind hauptsächlich Ingenieure aus den Bereichen Maschinenbau, Medizintechnik oder Elektrotechnik. Wir verfügen über eine hohe Material- und Anwendungskompetenz bei thermoplastischen Kunststoffen. Wir unterstützen unsere Kunden bereits in einem sehr frühen Stadium der Produktentwicklung und übernehmen auch vollständige Entwicklungsschritte selbstständig - beispielsweise die konstruktive Optimierung oder die Konstruktion von Baugruppen. Darüber hinaus arbeiten wir auch eng mit Materialherstellern zusammen, um innovative Polymere weiter zu entwickeln oder für neuartige Anwendungen vorzustellen.

Die Luftfahrtindustrie ist ein weiterer wichtiger Sektor. Was kann die Medizintechnik von der Luftfahrt lernen?

Martin Oye: In Ansätzen können beide Bereiche voneinander profitieren. Wir verfügen mit unserem Schwesterunternehmen Matzen & Timm in Norderstedt über einen etablierten Partner im Bereich der Komponentenfertigung für die Luftfahrt. Matzen & Timm verfügt über einige Tools im Bereich Festigkeits- und Verformungsuntersuchung von Festkörpern, die wir auch für die Medizintechnik verwenden können.

Sie haben sich entschieden 2019 auf der T4M – Technology for Medical Devices in Stuttgart und auf der Compamed in Düsseldorf auszustellen. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Martin Oye: Wir waren schon auf der Vorgängerveranstaltung in Stuttgart. Als norddeutsches Unternehmen war und ist diese Veranstaltung ein gutes Forum, um mit Kunden aus Bayern, Baden-Württemberg und der Schweiz ins Gespräch zu kommen.

Worauf dürfen sich T4M-Besucher an Ihrem Messestand freuen?

Martin Oye: Wir werden auch in diesem Jahr wieder einen gemeinsamen Stand mit unserem Schwesterunternehmen FLEIMA-PLASTIC aus Wald-Michelbach haben. Für unsere Kunden hat nicht nur der gemeinsame Messeauftritt, sondern auch die gemeinsame Vermarktung einen hohen Mehrwert. FLEIMA-PLASTIC wird in diesem Jahr übrigens erstmals in seiner 45-jährigen Historie mit einem eigenen Produktkatalog auftreten.

Alle Medien als .zip herunterladenzurück zur Übersicht