Shaping the Future: Nachbericht "Digitalisierung"

16.07.2020 - 10:53

Wie der digitale Wandel beschleunigt werden kann, präsentierten Branchenexperten am 15. Juli erneut in der T4M-Webinarreihe „Shaping the Future of Medical Technology“. Lesen Sie den Nachbericht zur Web-Session vom Fachmagazin Medtech Zwo.

Mit dem zweiten Webinar zum Thema der Digitalisierung am 15. Juli hat die Reihe "Shaping the Future of Medical Technology" erneut innovative digitale technologische Entwicklungen in den Mittelpunkt gestellt. Die Online-Serie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Messe Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem VDMA Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik sowie dem Veranstalter der T4M-Start-up World, Medtech Zwo. Vom 10. Juni bis 22. Juli und nun auch vom 16. bis zum 30. September stehen immer mittwochs von 10 bis 11 Uhr Innovationen aus verschiedenen Themenfeldern im Fokus. Dabei kommen Start-ups sowie Aussteller der T4M zu Wort. In dem 60-minütigen Online-Event am 15.07. waren die Start-ups Leitwert GmbH und plus10 GmbH zusammen mit den erfahrenen Firmen Macio GmbH und Wibu-Systems AG vertreten.

Nach einer kurzen Einleitung von Tanja Wendling, Projektleiterin der T4M, übernahm Jessica Schulze von Medtech Zwo die Moderation. Mit einem kurzen Rückblick in die Welt der Digitalisierung, die sich im Gesundheitswesen noch vor einem Jahr in den Kinderschuhen befand, erlebt Sie nun einen Wandel. „Technologische Entwicklungen sind rasant und verändern auch die Art und Weise wie wir kommunizieren“, so Schulze. „Denn die digitale Zukunft, von der wir in den vergangenen Monaten so viel gesprochen haben, hat längst begonnen", betonte vor kurzem der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der mit der Einführung des Digitale-Versorgung-Gesetz die Digitalisierung auf die Überholspur manövriert hat. Und um diesen Trend voranzutreiben, hat die T4M erneut das Thema Digitalisierung in den Mittelpunkt gestellt.

Das Start-up Leitwert GmbH eröffnete die Präsentationrunde. Das junge Unternehmen ist spezialisiert auf die Vernetzung von medizinischen Geräten mit Fokus auf Wearables sowie IoT-Applikationen in der Pflege und Forschung. Lukas Geissmann, Chief Product Officer von Leitwert, gab einen Überblick über die „Softwarelösungen rund um die medizinischen Sensoren, die vom Patienten getragen werden können." Das Unternehmen entwickelt Bibliotheken für medizinische Wearables und IoT-Lösungen für Gerätevalidierungsversuche, um die Entwicklung medizinisch zertifizierter Wearables zu beschleunigen. Dabei hat sich Leitwert auf Gerätehersteller spezialisiert, für die sie Firmware für tragbare Geräte bereitstellt, um diese in klinischen Prozessen und in der Forschung zu integrieren. Das Ziel ist, ein umfangreiches Ökosystem zu etablieren und die Geräte im Hospital zu managen.  

Jan Kasten, Fachbereichsleiter der Digitalisierung in der Produktion bei der Macio GmbH, präsentierte im Anschluss hochwertige Softwarelösungen, die Anwendung im Bereich des Maschinen-, Geräte- und Anlagenbaus, aber auch für Geräte in der Medizintechnik finden. Die Besonderheit von Macio ist das Angebot von User Interface Design und Software Engineering aus einer Hand bei der Entwicklung von Human Machine Interfaces. Mit einem noch stärkeren Fokus auf die Digitalisierung in der Produktion, Stichwort smart Factory, ist Macio bereits bei der Produktentwicklung involviert und berät Unternehmen mit individuellen Entwicklungen und legt ebenso ein Auge auf die Qualität und Sicherheit. „Denn eine Bedarfsanalyse bei den Kunden offenbart oft noch Herausforderungen“, so Kasten. „Unser Rezept: ein ganzheitlicher Ansatz mit dynamisch, robusten Prozessen.“

Das 2019 gegründete Start-up plus10, vertreten durch Felix Georg Müller, zeigte eine Form der geschlossenen Optimierungsprozesse mit dem Tool Shannon®. Die Technologie hat das junge Unternehmen in den vergangenen sechs Jahren am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) entwickelt. Das Fraunhofer-Spin-off bietet seinen Kunden eine automatisierte und kontinuierlich lernende Optimierung von komplex, verketteten Fertigungs- und Montageanlagen in Echtzeit an. Dabei maximiert das Start-up die Gesamtanlageneffektivität (OEE) von GMP-konformen Anlagen und kann mit Machine-Learning-Verfahren eine Steigerung der Produktivität von durchschnittlich 10% erzielen.

Stefan Bamberg, Senior Key Account und Partner Manager bei der Wibu Systems AG, ist am globalen Markt für Softwarelizenzierung tätig. Das Technologieunternehmen hat seit mehr als 30 Jahren Erfahrung in Software-, IP- und Datenschutz. Mit Hauptsitz in Karlsruhe und Büros in verschiedenen Ländern der Welt hilft das Unternehmen bei der Verschlüsselung von Produkten und bei der zunehmenden Vernetzung mit kreativen Geschäftsmodellen. Wibu Systems bietet seinen Kunden neue und individuelle Lösungen mit Fokus auf die Medizintechnik. Mit einem Blick auf das Anwendungsbeispiel des EVE Beatmungsgerätes der Firma Fritz Stephan, zeigte Wibu Systems, wie die Software dem Kunden eine größere Flexibilität und Wirtschaftlichkeit erlaubt.

Das nächste Webinar findet am 22. Juli zum Thema Robotik und Automatisierung statt. Weitere Informationen finden sich hier.

Quelle: Medtech Zwo

 

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