11.06.2020 - 16:16

Shaping the Future: Nachbericht "Mikrobearbeitung"

Welches Innovationspotenzial Hochpräzisions- und Mikrobearbeitungstechnologien bieten, das präsentierte die erste Web-Session der T4M-Reihe „Shaping the Future of Medical Technology“. Lesen Sie den Nachbericht vom Fachmagazin Medtech Zwo.

Mit dem Webinar „Welches Innovationspotential die Mikrobearbeitung hat“ am 10. Juni wurde die neue digitale Veranstaltungsreihe "Shaping the Future of Medical Technology" eröffnet – ein Gemeinschaftsprojekt, das die Messe Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem VDMA sowie dem Veranstalter der T4M-Start-up World, Medtech Zwo, gestartet hat. Immer mittwochs von 10 bis 11 Uhr vom 10. Juni bis 8. Juli sollen Innovationen aus verschiedenen Themenfeldern im Fokus stehen, dabei Start-ups sowie Aussteller der T4M zu Wort kommen lassen. „Auch wenn die richtige Messe zum Anfassen erst wieder 2021 stattfinden wird, freuen wir uns, dieses Angebot auf die Beine gestellt zu haben“, sagte Tanja Wendling, Leiterin der T4M bei der Messe Stuttgart zu Beginn des Webinars. Auf der weiteren Agenda des ersten 60minütigen Online-Events standen Vorträge der Start-ups Acquandas GmbH und LightPulse Laser Precision sowie von erfahrenen Firmen wie Citizen Machinery und ZECHA Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH.  

Vorab hatte Niklas Kuczaty, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik im VDMA, noch die Gelegenheit, den aktuellen Ausnahmezustand in Zeiten der Coronakrise zu schildern. „Als Netzwerk der Zuliefererindustrie und Produktionstechnik für die Medizintechnik beraten wir das Bundesgesundheits- und Bundwirtschaftsministerium beim Aufbau von Produktionskapazitäten von Schutzausrüstung in Deutschland und Europa“, berichtete Kuczaty. Darüber hinaus beteilige sich der VDMA an der ‚Taskforce Neustart‘ des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), die sich um die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Wiederaufbau kümmert. 

Im Folgenden hatten die Firmen die Möglichkeit, ihre Kompetenzen vorzustellen. Gerd Siekmeyer vom Mikropräzisions-Fertigungsspezialisten Acquandas GmbH gab Einblicke in die Vielfältigkeit der Technologien seines Unternehmens, die seinen Angaben zufolge weltweit einzigartige bioelektronische und mikrotechnische Anwendungen erlaubt. Mit den medizintechnischen Bauteilen des Kieler Auftragsfertiger bewegt sich das junge Unternehmen in drei Marktsegmenten: bioelektronische und aktive Implantate, passive Mikroimplantate und intelligente Aktuatoren und Federn in bspw. Kathetersystemen und Implantatsystemen. 
Addlen Trabelsi von der Citizen Machinery Europe GmbH, eine europäische Tochtergesellschaft von Citizen Machinery Japan, gab einen Überblick über die LFV- und Laser-Technologie des Unternehmens. Mit Cincom und Miyano hat die Firma zwei weltweit führende CNC-Drehautomaten-Marken im Kurz- und Langdrehbereich im Programm.

Zwei weitere Vorträge von Christian Freitag von dem Start-up Light Pulse Laser Precision und von Stefan Zecha von Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH zeigten Hochpräzisionstechnologien in kleinsten Dimensionen mit denen menschliche Haare bearbeitbar sind. Light Pulse erzielt höchste Genauigkeit durch ultrakurz gepulste Laser, die auf Grund des geringen Wärmeeintrags zu keiner Enthärtung oder Verformung der Materialien führt. Stefan Zecha und seine Firma „ist seit fast 60 Jahren Pionier und Trendsetter im Bereich der Mikrozerspannungs-, Stanz- und Umformwerkzeuge“, so Zecha, „wir leben Präzision.“ Mit dem Motto „geht nichts, gibt’s nicht“ erzielten Zecha beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Firma Kern Microtechnik GmbH einen Fräsdurchmesser von lediglich 10 μm mit einem speziell entwickelten Vollhartmetall-Schaftfräser.

Am 17. Juni findet das nächste Webinar zum Thema "Wie KI und Digitalisierung die Fertigung optimieren können" statt. Mit an Bord sind die Start-ups Plus10 und Efficiency Systems.

Quelle: Medtech Zwo

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