27.02. - 03.03.2018 Weltleitmesse für Rollladen, Tore und Sonnenschutz

50 Jahre und kein bisschen leise: Die R+T 2015 ist eröffnet!

24.02.2015 - 15:13

Am 24. Februar 2015 öffnete die Weltleitmesse R+T auf dem komplett ausgebuchten Gelände der Messe Stuttgart die Tore. Die derzeit optimistische Stimmung der gesamten Branche hinsichtlich zukünftiger Entwicklungstendenzen schlägt sich auch auf die Prognosen der R+T nieder. Sowohl die Messe Stuttgart als auch die Branchenverbände, der Bundesverband Rollladen und Sonnenschutz (BVRS) e.V., der BVT – Verband Tore und der Industrieverband Technische Textilien – Rollladen – Sonnenschutz (ITRS) e.V., starten mit guten Voraussichten in die diesjährige Messe.

Die positive Erwartungshaltung für 2015 war innerhalb der Branche bereits vor Beginn der R+T spürbar. Unter den Rollladen- und Sonnenschutzherstellern, die im zurückliegenden Jahr ein deutliches Umsatzplus verzeichnen konnten, herrscht dieser produktive Tenor ebenso wie in der Torindustrie, die nach neuesten Umfragen für die kommenden Monate leichte Zuwächse am Markt erwartet.

Die Rekordmarke von rund 900 Ausstellern, die sich 2015 auf der R+T präsentieren, bestätigt die optimistische Grundhaltung ebenso, wie die immense Anzahl der im Vorfeld der Messe online gekauften Eintrittskarten. „Unser Ziel ist es, in diesem Jahr die 60.000 Besucher-Marke zu knacken und einen neuen Rekord aufzustellen – auf hohem, internationalem Niveau“, so Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Landesmesse Stuttgart GmbH.

Gezielter Informationsaustausch
Gute Voraussetzungen also für die Weltleitmesse, um die Position als Branchensprachrohr und Trendbarometer mit Nachdruck zu bestätigen. Die langjährige, enge Zusammenarbeit mit den führenden Branchenverbänden, dem Bundesverband Rollladen und Sonnenschutz (BVRS) e.V., dem BVT – Verband Tore und dem Industrieverband Technische Textilien – Rollladen – Sonnenschutz (ITRS) e. V., hebt die Attraktivität der Messe beim fachlich versierten Publikum zusätzlich. „Wenn Sie sich auf der R+T umsehen, werden Sie schnell merken: Die Branche entwickelt sich rasant weiter, die Produkte werden immer innovativer, ausgefeilter, technisch anspruchsvoller“, zeigt sich Georg Nüssgens, Verbandspräsident des BRVS e.V., erfreut.

Die fortschreitende technische Entwicklung nimmt Einfluss auf die Angebote im Rahmenprogramm. Hervorzuheben sind das BVT Torforum, das aktuelle Themen zu Sicherheit, Wartung, Energieeffizienz, Normen und Standards darstellt sowie das täglich stattfindende RS-Update mit kurzen Vorträgen von Referenten des BVRS, welches gezielt Informationen für die tägliche Praxis mit neuesten Angaben zu Technik, Recht, IT und Berufsbildung transportiert. Weiterhin engagieren sich die Verbände auch auf der R+T in der Nachwuchsförderung. Beispielhaft dafür ist die Sonderschau des BVRS mit dem Titel „Junge Talente“, in der ausgewählte Arbeiten der Berufseinsteiger gezeigt werden. „Deren wirklich beeindruckenden Meister- und Gesellenstücke zeigen exemplarisch, dass Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker heute hochqualifizierte berufliche Könner sind“, hebt Georg Nüssgens anerkennend hervor.

Gemeinsam mehr erreichen: Energieeffizienz und Gebäudeautomation boomen
Die Trendthemen Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort beeinflussen die Entwicklung der Rollladen-, Tor- und Sonnenschutzbranche nachhaltig. Die R+T greift diese Einflüsse auf und zeigt auf facettenreiche Art und Weise, welche Möglichkeiten der Markt diesbezüglich schon heute bietet. „Gemäß einer Studie des Physibel-Instituts in Meldegem, Belgien, kann der Energieverbrauch in Europa allein durch Sonnenschutz um 111 Millionen Tonnen jährlich gesenkt werden“, erläutert Wolfgang Rudorf-Witrin, Präsident des ITRS e.V., die Potenziale im Bereich des textilen Sonnenschutzes. „Bei der Gebäudekühlung könnten 80 Millionen Tonnen und bei der Heizung 31 Millionen Tonnen CO2 reduziert werden.“

In diesem Zusammenhang erfreuen sich insbesondere funktionale, komfortabel zu bedienende Produkte einer regen Nachfrage, die problemlos in ein intelligentes System der Gebäudesteuerung eingebunden werden können. Die Vorteile automatisierter Lösungen liegen auf der Hand: gesteigerte Energieeffizienz, zentrale Bedienbarkeit, die Möglichkeit, einzelne Gewerke genau aufeinander abzustimmen und letztlich auch eine verbesserte Betriebssicherheit. Die Gebäudeautomation hat ein immenses Marktpotenzial: Laut einer Marktprognose des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte im Auftrag der Fokusgruppe Connected Home werden bis zum Jahr 2020 voraussichtlich in einer Million Haushalte intelligente und vernetzte Sensoren und Geräte eingesetzt. Zum Vergleich: Ende des Jahres 2013 zählte Deutschland gerade einmal 315.000 intelligent vernetzte Privathaushalte. Eine Entwicklung, die auch die Branchen-Verbände bestätigen. So erinnert sich beispielsweise Dr. Claus Schwenzer, Vorsitzender BVT zurück: „Die Tortechnik hat enorme Fortschritte gemacht. 1991 kannte man kaum berührungslose Sicherheitseinrichtungen, keine Klarschriftdisplays auf Steuerungen, keine Schnelllauftore und schon gar keine Einbindung in übergeordnete Systeme. Selbst das Handy war ja noch kaum verbreitet, von Smartphones gar nicht zu reden. Womit hätte ein Tor also kommunizieren sollen?“ Speziell zu dieser Thematik ergänzt die R+T das Rahmenprogramm um ein neues Angebot: „Das „Gentner Forum“ mit dem Titel „Das vernetzte Haus“ gewährt Besuchern einen detaillierten Einblick in das komplexe Thema der Gebäudesteuerung“, erzählt Ulrich Kromer von Baerle. „Dazu zählen die einzelnen Komponenten zur effizienten Nutzung und Überwachung des Smart Homes ebenso, wie Informationen zur bestmöglichen Kombination der Elemente aus Sicht des Planers.“

Werte sichern – Impulse geben – neue Märkte erschließen
Das erweiterte Rahmenprogramm gewährleistet den zielgerichteten Wissenstransfer. Die einzelnen Angebote vermitteln Kernpunkte aktueller Entwicklungen und Vorgaben am Markt und sind auf die jeweils betroffenen Berufsgruppen abgestimmt. Auf diese Weise gelingt es zudem, neue Zielgruppen für die R+T zu erschließen – ein profitabler Effekt auch für die Aussteller. „Wir zeigen damit deutlich, dass die R+T mit ihren 50 Jahren immer noch jung genug ist, auf den Markt zu reagieren und neue Impulse beim Fachpublikum anzustoßen“, so Ulrich Kromer von Baerle. Das stetig wachsende Renommee gründet nach seinen Ausführungen auf einem einfachen Prinzip, das den Fokus auf den persönlichen Erfahrungsaustausch und die informativen Fachgespräche zwischen den Experten setzt. Davon profitieren alle Messeteilnehmer, wie Dr. Claus Schwenzer erläutert: „Die R+T wird uns mit neuen Produkten neue Chancen eröffnen und dadurch zusätzliche positive Geschäftsimpulse geben.“

Die Maxime der R+T macht sich weit über Stuttgart hinaus bezahlt: Längst ist die Messe weltweit aktiv, etablierte bereits vor elf Jahren die R+T Asia in Shanghai und forcierte weitere Satellitenmessen: Die R+T Turkey in Istanbul sowie die R+T Australia in Melbourne. Für 2016 ist erneut eine Premiere geplant: Vom 8. bis 11. Juni findet in São Paulo, Brasilien, erstmals die R+T South America statt. Unterstützt wird die Messe von der NürnbergMesse Brasil und vom brasilianischen Verband für Vorhänge und Jalousien, ABRAPE. „Die durchschnittliche Wachstumsrate des R+T-Marktes in Brasilien liegt bei etwa 25 Prozent im Jahr, weshalb wir uns freuen, dass wir diesen wichtigen Markt nun erschließen können“, freut sich Ulrich Kromer von Baerle.

Wachstum ist auch auf dem Messegelände in Stuttgart angesagt: Unlängst beschloss die Messe Stuttgart den Bau der Messehalle 10. Verlaufen die Arbeiten planmäßig, wird die R+T 2018 bereits mit einem Plus an Ausstellungsfläche eröffnen. Damit steht einem weiteren Wachstum der R+T nichts mehr im Wege.

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