Jenoptik investiert in Berliner Standort

07.08.2018 - 13:20

Mit technischen Modernisierungen und Personalaufbau wappnet sich Jenoptik für die steigende Nachfrage nach Hochleistungs-Laserdioden.

Jenoptik investiert auch in Berlin in moderne Produktionsausrüstung und sichert damit die langfristige Wettbewerbsfähigkeit in einem photonischen Kerngeschäft: Für die Fertigung von Hochleistungs-Laserdioden im Berliner Technologiepark Adlershof beschleunigt Jenoptik dank neuer Anlagen die Auftragsabwicklung und rüstet sich damit für die anhaltend hohe Nachfrage nach Halbleiterlasern. 

Für die Fertigung von Laserdioden wird ein neuer sogenannter Stepper eingesetzt, der die Produktionskapazität, die Ausbeute und die Qualität erhöht. Damit verkürzen sich die Lieferzeiten. Zusätzlich wird in neue Anlagen zur Facettenbeschichtung investiert. Mittelfristig sind Investitionen in niedriger zweistelliger Millionen-Euro-Höhe in allen drei Fertigungsbereichen Facettenbeschichtung, Waferprozessierung und Epitaxie vorgesehen.

„Wir werden nicht nur schneller, sondern sichern auch die Produktion und Weiterentwicklung modernster Halbleiterlaser mit sehr hoher Ausgangsleistung“, so Standortleiter Dr. Jürgen Sebastian.
Die von Jenoptik gefertigten Halbleiterbarren werden zunehmend im Healthcare & Life Science-Bereich und für Advanced Manufacturing-Technologien eingesetzt, aber auch für moderne Sensorik, mit der in der Automobilindustrie Trends wie das autonome Fahren vorangetrieben werden.

Fachkräfte für Hightech-Produktion

Der Erweiterung der Produktion und Reinräume folgen auch neue Mitarbeiter: Weitere Fachkräfte wie Fertigungsingenieure, Mikrotechnologen, Laboranten und Feinmechaniker werden eingestellt ebenso wie medizinisch- und chemisch-technische Assistenten. Insgesamt soll sich die Mitarbeiterzahl der Jenoptik am Standort Adlershof bis Ende des Jahres auf 75 erhöhen. Zur Eröffnung der Produktionsstätte im Jahr 2006 waren 18 Mitarbeiter beschäftigt.

Auch für die Ausbildung geht Jenoptik einen neuen Weg: Mit dem in Adlershof beheimateten Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Hochfrequenztechnik (FBH) startete Jenoptik eine Ausbildungsinitiative, die die duale Ausbildung beim FBH unterstützt. Konkret heißt dies, dass Auszubildende des FBH während der Ausbildungszeit praktische Industrie-Erfahrung bei Jenoptik sammeln.

Halbleitermaterial aus Jenoptik-Fertigung

Die Jenoptik Diode Lab am Standort Berlin wurde im Jahr 2002 als Spin-off aus dem Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Hochfrequenztechnik (FBH) ausgegründet. Im Jahr 2006 eröffnete Jenoptik die Hightech-Produktion für Halbleiterlaser. Der 2012 folgende Erweiterungsbau war mit ca. 10 Millionen Euro eine der größten Einzelinvestitionen des Jenoptik-Konzerns. In den insgesamt 2.900 Quadratmetern, davon 950 Quadratmeter Reinraum, ist mit Epitaxie, Waferprozessierung und Facettenbeschichtung die komplette Prozesslinie für die Herstellung von Halbleiterlasern vorhanden.

In einem für die Halbleiterfertigung typischen Prozess werden Wafer strukturiert und zu Laserbarren verarbeitet. Diese Laserbarren aus der Berliner Produktion werden an Kunden weltweit geliefert und bei Jenoptik in Jena zu Hochleistungsdiodenlaser weiterverarbeitet und in andere Lasersysteme integriert.

www.jenoptik.de

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