Die Lasertechnologie ist die Schlüsseltechnologie für die unterschiedlichsten Fertigungsbranchen.
Hier erfahren Sie, wofür Sie Lasersysteme in Ihrem Bereich einsetzen können. 

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Viele Teile am oder im Auto sind lasergeschweißt, lasergeschnitten oder laserbeschriftet. Beispielswiese die Karosserie: Laserschweißnähte lassen sich am Dach, in den Seitenteilen und in der Bodengruppe finden. Hochfest, schlank und so perfekt, dass die Nähte ohne Nacharbeit lackiert werden können. Auch Bedienelemente wie Tacho, Drehzahlmesser, Fensterheber, Radiotasten, Navigationssystem- Blenden oder Schaltkulissen von Automatik-Gangschaltungen sind mit dem Laser beschriftet. Diese Elemente bestehen aus durchsichtigem Kunststoff, auf den eine oder zwei Deckschichten aufgetragen sind, zum Beispiel schwarzer oder silberfarbener Lack. Der Laser trägt den Lack ab und erzeugt so die Markierung. Bei Tag macht der Kontrast zwischen Kunststoff und Lack die Symbole sichtbar. Bei Nacht lassen Leuchtdioden hinter den beschrifteten Elementen die Symbole hell aufleuchten.

Laser sind ein fester Bestandteil der Elektronikproduktion. Sie schweißen, schneiden und beschriften unterschiedliche Bauteile, Komponenten und Endprodukte. Dabei sorgen sie für hohe Produktivität und Qualität. Beispielsweise kommt der Laser in der Produktion von Mobilfunktelefonen mehrfach zum Einsatz. Gepulste Laser besäumen die tiefgezogenen Gehäuse auf einem 3-D-Laserbearbeitungssystem und schneiden Tastaturlöcher und Durchbrüche. Gehäuseteile im Inneren und Li-Ionen-Akkus verschweißen gepulste Laser sehr präzise. Nahezu alle Tastaturen sind laserbeschriftet. Häufig wird die Kunststoffsichtscheibe, die das Display schützt, mit dem Laser an der Handyschale befestigt.

Der Laser wird auch bei der Chipherstellung verwendet. Und das mit deutlichen Vorteilen: Er arbeitet berührungslos und wird zum Belichten, Bohren, Schneiden und Abtragen dünner Schichten eingesetzt. Zum Einsatz kommen CO2- und Festkörperlaser.

Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff. Derzeit gibt es Hunderte verschiedene Arten, die bei der Bearbeitung mit einem Laser - abhängig von der Wellenlänge - unterschiedlich reagieren. Je nach Kunststoffart wird ein Laser mit infrarotem (1064 nm), grünem (532 nm) oder ultraviolettem (355 nm) Licht zur Beschriftung gewählt. Grundsätzlich können Anwender Kunststoffe auf vier unterschiedliche Arten markieren: Verfärben, Gravieren, Aufschäumen und Abtragen.

Lasersysteme kommen auch in der Luft- und Raumfahrttechnik zum Einsatz. Kohlefaserverstärkte Kunststoffe (CFK) zählen zu den neuartigsten Werkstoffen, die in der Luft- und Raumfahrttechnik verwendet werden. Um in diesem Material Bohrungen zu erzeugen, sind Metallbohrer jedoch unbrauchbar. Auch das Schneiden von CFK lässt sich nur unter 1000 bar Wasserdruck realisieren. Mittels Ultrakurzpuls-Laserstrahlen ist sowohl das berührungslose Schneiden als auch das Bohren des widerstandsfähigen Materials möglich. Ferner können dank der Lasermikrobearbeitungsanlage Oberflächen-strukturierungen sowie 3D-Geometrien in rasanter Geschwindigkeit auch auf anderen in der Luft- und Raumfahrt verwendeten Materialien wie Titan aufgebracht werden.

Besonders in der Blechverarbeitenden Industrie haben sich Laser durchgesetzt: Die Schweißverbindungen sind konstruktiv höchst belastbar und optisch sehr ansprechend. Saubere Schnittflächen, flexible Konturenführung und dauerhafte Beschriftungen sind schneller und leichter herzustellen als mit konventionellen Verfahren. Auch beim Rohr- und Profilschweißen eröffnen Lasersysteme hinsichtlich Stabilität, Kosten- und Zeiteinsparung neue Perspektiven.

In der Medizintechnik wird die Lasertechnologie bereits in weitem Umfang eingesetzt – sie gehört zu einem der ältesten Einsatzbereiche dieser innovativen Technologie. Seit Jahrzehnten werden Laserschweißsysteme eingesetzt, während in jüngster Zeit auch in weiterem Umfang Laserschneidsysteme und seit Neuestem auch Lasersysteme für das Rapid Prototyping eingesetzt werden. Stets ein Thema ist die dauerhafte Kennzeichnung – mittels Laserbeschriftungssystemen oder auch anderen Systemen. Mit der sich abzeichnenden Einführung der UDI rückt das Thema Laserkennzeichnung mehr und mehr in den Fokus der Anwender.

Lasersysteme eignen sich für die Herstellung oder Reparatur besonders filigraner, konstruktiv aufwändiger Bauteile. Sowohl bei Kontur- und Maßänderungen als auch bei Kanten- und Konturbeschädigungen ersparen  Schweißsysteme zeit- und kostenintensive Neuanfertigung. Mit speziell fürs Mikroschweißen entwickelten Systemen lassen sich Verbindungsschweißungen von sehr kleinen Bauteilen realisieren und mikroskopisch kleine Schweißnähte erzeugen, z.B. im Innern von Thermosensoren.

Für die Lasertechnologie bietet der Werkzeug- und Formenbau vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Ein klassischer Anwendungsbereich ist beispielsweise die Formen- bzw. Werkzeugreparatur mittels Laserauftragschweißen. Aber auch die Laserkennzeichnung zur Nachverfolgung der Standzeit von Einsätzen und Werkzeugen ist gefragt, sowie das Fertigen von Prototypteilen mittels Laserschneiden.