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Innovationspreis INTERVITIS INTERFRUCTA HORTITECHNICA 2016

14.10.2016 - 10:00

Zwei Gold- und fünf Silbermedaillen: Der Deutsche Weinbauverband gibt die diesjährigen Preisträger bekannt

Eine international besetzte Jury von 30 Fachleuten hat aus über 50 Bewerbungen sieben Einreichungen mit dem INNOVATIONSPREIS der Technologiemesse für Wein, Saft und Sonderkulturen ausgezeichnet. „Unsere Jury hat sehr hohe Standards“, sagte Norbert Weber, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes. „Daher konnte die mögliche Vergabe von je vier Gold- und Silbermedaillen in diesem Jahr nicht ausgeschöpft werden. Dafür konnten wir gleich drei Sonderpreise vergeben.“

Goldmedaillen gehen an die Mosel und nach Italien
Für die Neuentwicklung eines Steillagen-Vollernters zeichnete die Jury die Firma Carl Hoffmann Landmaschinen aus Piesport an der Mosel mit Gold in der Kategorie „Anbau- und Erntetechnologie“ aus. Mit dem CH 500 stellen sie den ersten praxistauglichen Vollernter für den Steillagenweinbau vor. Die zweite Goldmedaille geht an die italienische Firma TMCI Padovan für die Entwicklung eines leistungsstarken Crossflow-Filters. Dessen hoher Steuer- und Automatisierungsgrad reduziert den Personalaufwand im Betrieb erheblich und ermöglicht eine Minimierung des Energiebedarfs bei der Trubfiltration von Wein. TMCI Padovan wurde in der Kategorie „Verarbeitung und Prozesssteuerung“ ausgezeichnet.

Fünf Innovationen bekommen Silbermedaille
„Wesentliche technische Fortschritte können sowohl im Detail eines Gerätes als auch in einer kompletten Neuentwicklung liegen“, erklärte Norbert Weber. So ist die Arbeitserleichterung durch eine innovative, hydraulische Verstellmöglichkeit bei einer Scheibenegge der Firma Herzau + Schmitt aus Fulda so vorteilhaft, dass die Jury ihr eine Silbermedaille in der Kategorie „Anbau- und Erntetechnologie“ verlieh. Da die Scheibeneggenwellen gegen Rollspateneggenelemente ausgetauscht werden können, kann das Gerät sogar auch im Anbau von Sonderkulturen wie Obst und Spargel verwendet werden.
 
Die Optimierung der Weinqualität ist Ziel innovativer Methoden der Mikrobiologie. Durch das Enzymprodukt Trenolin®BouquetPlus der Firma Erbslöh aus Geisenheim, kann die Sortenaromatik auch für restsüße Weine so wesentlich verbessert werden, dass dies der Jury eine Silbermedaille in der Kategorie „Verarbeitung und Prozesssteuerung“ wert war.

Korkgeschmack ist ein Thema, das dem Weingenuss entgegensteht. Zwei Unternehmen, Amorim Cork Deutschland und M. A. Silva Corticas, Portugal haben vorsorgende Testverfahren entwickelt, um geschmacksneutrale Korken zu garantieren. Beide Unternehmen erhalten für ihre Produkte eine Silbermedaille der Kategorie „Abfüll- und Verpackungstechnologie“.

Mit einer weiteren Silbermedaille der Kategorie „Organisation und Vermarktung“ ehrte die Jury eine neue Informationsplattform für weinbauliche Unternehmen mit Bauabsichten von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim. BayWeinTEK ist Anlaufstelle für all diejenigen, die einen einfachen Einstieg in die Thematik der Erneuerung und des Ausbaus ihres Weinguts suchen.

Fachjury vergibt drei Sonderpreise
Mit drei Sonderpreisen honorierte die Jury die Anstrengungen der Zulieferindustrie auf innovativen, zukunftsweisenden Wegen den Problemen des Klimawandels im oenologischen Bereich entgegen zu treten. Führt der Zuckerabbau durch Weinhefen zu anderen Produkten statt Alkohol, kann trotz erhöhter Mostzuckerwerte ein geringerer Alkoholgehalt erzielt werden. Nach Nutzung klassischer Selektionsmethoden bringen die beiden Firmen Erbslöh aus Geisenheim und Lallemand aus Wien entsprechende Hefestämme auf den Markt. Lallemand erhielt einen weiteren Sonderpreis für ein Produkt zur Abwehr von Milchsäure- und Essigsäure-Bakterien, das die Gefahr von Störungen und Aromaproblemen während der Gärungsphase senkt.

Bei der Verleihung der Innovationspreise erläuterte DWV-Präsident Norbert Weber die Grundidee des Wettbewerbs: „Der Deutsche Weinbauverband zeichnet als Veranstalter der INTERVITIS INTERFRUCTA HORTITECHNICA in Zusammenarbeit mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft herausragende Neu- und Weiterentwicklungen von Ausstellern aus, die zum Fortschritt in unserer Branche beitragen. Durch technische Innovationen ist es uns möglich, die Qualität der Erzeugnisse kontinuierlich zu verbessern und im globalen Wettbewerb Kunden zu gewinnen.“

Von den Bewerbungen konnten 26 von der Jury als Innovation anerkannt und ausgezeichnet werden – das war die Hälfte aller Einreichungen. „Dieses Ergebnis macht deutlich, dass die Zulieferindustrie im engen Austausch mit der Branche ist und ständig an der Optimierung eines bereits hohen technischen Standards arbeitet“, sagte Norbert Weber. 

DWV-Generalsekretär Dr. Rudolf Nickenig machte deutlich: „Der Austausch von Erfahrungen und Informationen unter Wissenschaftlern, Beratern, Vertretern der Zulieferindustrie und den Praktikern trägt wesentlich dazu bei, dass Innovationen und technische Entwicklungen angestoßen werden.“  Ferner ordnete er den Wettbewerb in das Gesamtkonzept der Stuttgarter Veranstaltung ein: „Die INTERVITIS INTERFRUCTA HORTITECHNICA bietet den Besuchern einen hervorragenden Marktüberblick der Innovationen der Branche. Somit ist der Innovationspreis ein zentrales Element der Veranstaltung. Zusammen mit der Kombination aus internationaler Fachmesse und dem internationalen Weinbaukongress, den Maschinenvorführungen, der Sonderschau ‚Drohnen und Robotik‘, dem Verkostungsworkshop und Gesprächen im ‚Weintreff‘, ist sie eine weltweit einzigartige Branchenplattform. Darauf kann die gesamte deutsche Weinbaubranche stolz sein. “


Der INNOVATIONSPREIS 2016 wurde für Verfahren, technische Produkte und Dienstleistungen in vier Kategorien ausgeschrieben:

  • Anbau- und Erntetechnologie
  • Verarbeitungund Prozesssteuerung
  • Abfüll- und Verpackungstechnologie
  • Organisation und Vermarktung 

Die Bewertung erfolgte anhand folgender Kriterien:

  • Innovationsgrad
  • Bedeutung und Anwendbarkeit für die Praxis
  • Vorteile für die Betriebs- und Arbeitswirtschaft
  • Einfluss auf die Qualität des Endproduktes
  • Verbesserung der Umwelt- und Energiesituation
  • Auswirkung auf die Arbeitssicherheit
  • Einfluss auf die Vermarktung

Um ein völlig unabhängiges Ergebnis zu garantieren, sind weder der DWV, die DLG, die Landesmesse Stuttgart oder die Zulieferindustrie in der Jury für den Innovationspreis vertreten.

Die ausgezeichneten Innovationen und die Preisträger werden vom 27. bis 30. November 2016 auf der INTERVITIS INTERFRUCTA HORTITECHNICA zu sehen sein. Der technische Fortschritt vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Globalisierung ist das Leitthema des 62. Deutschen Weinbaukongresses. Nähere Informationen dazu unter www.dwv-kongress.de.
 
Das Bildmaterial können Sie hier herunterladen: www.messe-stuttgart.de/ivifho/journalisten/pressematerial/


Bildunterschriften: 

IVIFHO16_PM10_Gruppenfoto_Innopreisträger: Peter Hoffmann, Carl Hoffmann Landmaschinen-Fachbetrieb GmbH; Dr. Rudolf Nickenig, Deutscher Weinbauverband e.V.; Dr. Jörg Möller, Erbslöh Geisenheim AG; Herbert Kohlberg, Mainzer Volksbank; Wolfgang Baatsch, Mainzer Volksbank; Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär BMEL; Norbert Weber, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes; Lena Endesfelder, Deutsche Weinkönigin; Bert Christmann, Mainzer Volksbank; Dr. Sibylle Krieger-Weber, Lallmand GmbH; Markus Schmitt, Herzau + Dipl. Ing K. Schmitt GmbH; Andreas Sauer, Herzau + Dipl. Ing K. Schmitt GmbH; Georg Lenhardt, M.A. Silva Corticas, Lda.; Tanja Lauterbach, Amorim Cork Deutschland GmbH & Co.KG; Christiane Weckert; Kirk Bauer, TMCI PADOVAN SPA (v.l.n.r.)
Bildnachweis: Messe Stuttgart

IVIFHO_16_PM10_Hoffmann_CH-500_ST:
Die Jury honorierte den Steillagen-Vollernter von Carl Hoffmann Landmaschinen mit einer Goldmedaille.
Bildnachweis: Carl Hoffmann Landmaschinen

IVIFHO_16_PM10_TMCI_Terminator:
Der Crossflow-Filter von TMCI Padovan, Italien wurde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.
Bildnachweis: TMCI Padovan

 
Über die INTERVITIS INTERFRUCTA HORTITECHNICA
Die INTERVITIS INTERFRUCTA HORTITECHNICA ist die internationale Technikmesse für Wein, Saft und Sonderkulturen. Angebotsschwerpunkte sind Anbau- und Erntetechnologie, Verarbeitung und Prozesssteuerung, Abfüll- und Verpackungstechnologie sowie Organisation und Vermarktung. Die Messe findet alle zwei Jahre auf der Messe Stuttgart statt.
 
Fachlicher Träger des Bereichs Wein ist der, Deutsche Weinbauverband e.V. (DWV), Bonn. Fachlicher Träger des Bereichs Sonderkulturen ist die DLG, Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V., Frankfurt am Main. Als fachliche Partner der Messe begleiten außerdem zahlreiche weitere Institutionen und Verbände alle Themen und Bereiche der Messe, wie Obst, Fruchtsaft und Spirituosen.

Der Vorgänger der INTERVITIS INTERFRUCTA HORTITECHNICA wurde vom DWV gegründet und ab 1969 als Weinbau-Ausstellung unter dem Namen INTERVITIS veranstaltet. 1989 wurde die Messe um die Bereiche Obst und Fruchtsaft erweitert und hieß ab diesem Zeitpunkt INTERVITIS INTERFRUCTA. Als landwirtschaftliche Spitzenorganisation und Veranstalter landwirtschaftlicher Messen und Ausstellungen konnte die DLG 2016 als fachlicher Träger für den Bereich Sonderkulturen gewonnen werden. 2016 findet die Messe vom 27. - 30. November erstmals unter dem Namen INTERVITIS INTERFRUCTA HORTITECHNICA statt.

 
Pressekontakt:
fischerAppelt, relations GmbH
Raphaela Maurer
Infanteriestraße 11a
80797 München
Tel. +49 (0)89-74 74 66 44
rm@fischerappelt.de

 
Landesmesse Stuttgart GmbH
Astrid Ehm
Messepiazza 1
70629 Stuttgart
Tel. +49 (0)711-1 85 60-22 60
astrid.ehm@messe-stuttgart.de

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Fotos der Intervitis Interfructa

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    v.l.n.r. Sebastian Schmid, Abteilungsleiter Technologie Messe Stuttgart; Klaus Schneider, Präsident Deutscher Weinbauverband; Julia Klöckner MdB, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft; Carolin Klöckner, Deutsche Weinkönigin; Christian Schwörer, Generalsekretär Deutscher WeinbauverbandBILDNACHWEIS MESSE STUTTGART
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