Restaurant der Zukunft

In alter Tradition organisiert Gastronomie Report-Herausgeber Willy Faber den Zukunfts-Wettbewerb "Restaurant der Zukunft", der seit 2004 einen gewaltigen Input an Ideen und Visionen für die Branche bereithält. Doch gerade ein Zukunfts-Wettbewerb kann nicht auf der Stelle treten. "Digitalisierung ist das Schlagwort der Stunde" sagt Faber, "mit der neuen Auflage unserer Wettbewerbs passen wir uns dieser Entwicklung an". So werden für die Präsentationen des Wettbewerbs keine Modelle mehr, sondern 3-dimensionale CAD-Präsentationen eingereicht, um über die Konzepte von Nachwuchs-Architekten zu informieren. Außerdem kooperiert der Wettbewerb mit dem Architekturmagazin BAUMEISTER  und ist deshalb für junge Architekten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ausgeschrieben. 

 

Die Preisträger 2018

Im Konzept „Lucullus Palace" sollen die Gäste am Eingang nicht nur ihr Handy, sondern auch ihre Hemmungen abgeben. Dafür erhalten sie eine Maske und können sich danach unerkannt durch das Restaurant bewegen. Zu den Highlights im „Lucullus Palace“ gehört das Durchschwimmen eines kleinen Sees, der nicht mit Wasser, sondern einem Cocktail gefüllt ist. Zur Belohnung erreichen die Besucher den Eingang einer riesigen Ente, in deren Inneren das Paradies wartet. Wie das aussieht, wird leider nicht verraten – das soll sich im Kopfkino abspielen. „Lucullus Palace“ ist ein Konzept, das polarisiert, Emotionen weckt und für Diskussionsstoff sorgt. Die dahinter liegende Botschaft lautet: Im Restaurant der Zukunft spielt das Stillen von Hunger und Durst eine untergeordnete Rolle.  Vielmehr sollen die Gäste in einem unvergesslichen Erlebnis mit allen Sinnen angesprochen werden. 

„Eine sehr urbane Lösung für die Stadt der Zukunft“, so nennt die Jurorin Sabine Schneider das Konzept „Die Nahrungskette“, mit dem Frederick Daniel Leinfelder (TU Berlin) den 2. Platz des Wettbewerbs erreichte. Dieser „Gastro-Tower“ bietet ein Ökosystem unter einem Dach, das vom Produzieren (Urban Gardening und Viehwirtschaft) über das Konsumieren (Kulturcafé, Restaurant und Kitchen-Sharing) bis hin zum Recycling und zur Kompostierung reicht.

Das Thema „Alles unter einem Dach“ steht auch beim 3. Platz, der „Seetangstelle“ von Marius Westermann (TU Dortmund) im Mittelpunkt. Damit wird eine Ressource, die eine wichtige Rolle bei der Ernährung der Zukunft spielen kann und schon heute von vielen Spitzenköchen weltweit verwendet wird, in den Fokus gerückt. Gesund, eiweißhaltig, lecker: Seegras, Tang und Algen werden in der „Seetangstelle“ aber nicht nur in Miso Suppen & Co. köstlich zubereitet, sondern an der Hausfront hinter einer grünen Glasfront auch angebaut (mit Wasser, Wärme und Licht!) und geerntet. 

  • "Gastro-Box" von Anja Widderich (TU Braunschweig)
  • "Hybrides Pflanzenarrangement" von Annika Koch (TU Kaiserslautern)
  • "LEARNING FROM LAS VACAS" von David Troost und Johannes Hertel (Uni Hannover)
  • "Mit allen Sinnen genießen - Wirtschaften unter einem Dach!"
  • "[T]Raumkapsel" von Claus Eckel (Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart)
  • "Vernetzte Essensausgaben" von Philip Geuenich, Konstantin Holz und Jonas Gallenbach (TU Köln)