Nutria vom Grill

25.03.2019

Premiere für Landesjagdverband auf der BBQ-Week / Interview mit Samuel Golter, Verantwortlicher für Wildbret-Vermarktung

Der Landesjagdverband Baden-Württemberg beteiligt sich zum ersten Mal an der Messe Garten Ambiente Outdoor und ist dort im Grill-Bereich der BBQ-Week in Halle 7 mit einem eigenen Stand vertreten. Axel Recht unterhielt sich mit Samuel Golter, der für die Förderung der Wildbret-Vermarktung beim Landesjagdverband verantwortlich ist.

Herr Golter, warum beteiligt sich der Landesjagdverband (LJV) an einer BBQ-Messe?

Golter: Wir wollen den Besuchern der Frühjahrsmessen, vor allem den Grillbegeisterten, zeigen, wie einfach es ist, Wild im Alltag in die Ernährung einzubauen. Für viele Verbraucher ist Wild in der Küche immer noch so etwas wie ein Angstgegner, den nur Profis oder die Oma zubereiten können. Dass diese Angst unnötig ist und Wildprodukte nicht nur an Weihnachten fantastisch schmecken, werden wir beweisen. Wild aus nachhaltiger heimischer Jagd kann ganzjährig den Speisezettel bereichern und Wild sowie Wildprodukte eignen sich hervorragend zum Grillen. 

Welche Produkte werden auf der Messe gezeigt?

Golter: Wir präsentieren in erster Linie unsere Wildbret-Botschafter des Verbands, die „WildRebellen“. Sie sind ein Zusammenschluss von jagenden Köchen, Metzgermeistern, Grillprofis und Fleischsommeliers. Eigene Gewürzmischungen, abgestimmt auf das jeweilige Wild, sowie passendes Zubehör rund ums Wild auf dem Grill werden zu Sonderpreisen angeboten. Wir werden über die Vorzüge dieses Fleisches und die Jagd im Allgemeinen informieren. Den Besuchern werden kleine Probiererle aus Wald und Flur angeboten.

Warum ist Wild ein gesundes Lebensmittel und zudem zum Grillen besonders geeignet?

Golter: Wildbret ist ein wahres Super-Fitness-Food. Es ist fettarm, reich an gesunden Fettsäuren und sehr eiweißreich. Unser Wild lebt und ernährt sich selbstbestimmt, und es ist, frei von Medikamenten, in seinem natürlichen Lebensraum aufgewachsen. Im Gegensatz zur typischen Schlachtung von Rindern oder Schweinen müssen unsere Tiere keinerlei Lebendtransporte oder Schlacht-Stress erfahren. Beim waidgerechten Erlegen hört das Tier meist nicht einmal mehr den Schuss. Fachgerechte Behandlung im Wald und der schnelle Transport in die Kühlkammer durch auf Hygiene geschulte Jäger garantieren ein einwandfreies Lebensmittel aus nachhaltiger Erzeugung. Wild ist wie jedes andere Fleisch zum Kurzbraten und Grillen bestens geeignet. Es verliert wenig Masse und trocknet auch nicht so schnell aus, wie behauptet wird. Entgegen landläufiger Meinungen hat Wild keinen extrem „wilden“ Geschmack. Auch Wildprodukte wie Würste und Burger sind auf dem Grill erste Wahl. 

Welches Wildtier-Fleisch schmeckt am besten und warum?

Golter: Pauschal lässt sich das nicht sagen. Der Klassiker ist der kurz gebratene Rehrücken vom Grill. Hier kann eigentlich nichts schief gehen. Am vielfältigsten ist das Fleisch der Wildschweine zu verwerten. Rotwild, Damwild, Feldhase oder Wildente sind weitere bekannte Wildarten, die auf dem Grillteller landen. Exoten wie Nutria, Dachs oder Rabenkrähe finden aber auch immer mehr Liebhaber. Der Experimentierfreudigkeit sowie dem individuellen Geschmack sind hier keine Grenzen gesetzt. 

Ist der Verband auch im Forumsprogramm der BBQ-Week dabei?

Golter: Die „WildRebellen“ werden täglich mehrere Auftritte auf der Forumsbühne zum Thema Wildgrillen haben. Wir werden vom Abziehen des Wildschweins über das Zerlegen des Tieres bis zur Präsentation auf dem Teller viele spannende Beiträge leisten und das Messepublikum unsere ausgefallenen Rezepte auch gern verkosten lassen.

Weitere Informationen unter www.landesjagdverband.de  und www.facebook.com/wildrebellen/ sowie auf Instagram

#garten19

Bildunterschrift: Samuel Golter vom Landesjagdverband Baden-Württemberg zeigt eine Wildschweinkeule Foto: LJV

 

Die Stuttgarter Frühjahrsmessen auf einen Blick

auto motor und sport i-Mobility  25. – 28. April 2019
Fair Handeln25. - 28. April 2019
Garten Outdoor Ambiente 25. – 28. April 2019
Haus Holz Energie25. – 28. April 2019
Kreativ25. – 28. April 2019
Markt des guten Geschmacks – 
die Slow Food Messe
25. – 28. April 2019
Mineralien, Fossilien, Schmuck 25. – 28. April 2019
DanceWorld Stuttgart26. – 28. April 2019
Babywelt26. – 28. April 2019
Yogaworld26. – 28. April 2019

Die Stuttgarter Frühjahrsmessen haben am Donnerstag, 25. April, von 14 Uhr bis 22 Uhr („Nacht der Sinne"), am Freitag von 10 Uhr und am Samstag und Sonntag von 9 Uhr bis jeweils 18 Uhr geöffnet. Eintrittskarten kosten 15 Euro (inkl. VVS), ermäßigt 13 Euro (online unter www.messe-stuttgart.de/vorverkauf günstiger). Mit der 2-Tageskarte für 20 Euro (ohne VVS) kann man an zwei beliebigen Tagen die Messen besuchen. Die Karten berechtigen zum Besuch aller an diesem Tag parallel stattfindenden Messen. Kombitickets für die Anreise sind bei den Easy-Ticket-Vorverkaufsstellen, den Toto-Lotto-Verkaufsstellen im VVS-Gebiet sowie an den Fahrkartenschaltern der Deutschen Bahn erhältlich. SchülerInnen (mit Ausweis) haben am Kinder- und Jugendtag, Freitag, 26. April, freien Eintritt.

 

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