Coronavirus: Präventionsmaßnahmen greifen

19.02.2020 - 08:07

Gesundheitsamt Esslingen prüft chinesische Aussteller bei Intergastra, IKA/Olympiade der Köche und kommenden Veranstaltungen

Das für den Bereich der Messe Stuttgart zuständige Landratsamt Esslingen hat als vorsorgliche Schutzmaßnahme zum Coronavirus eine Prüfung chinesischer Teilnehmer an der IKA/Olympiade der Köche sowie der Intergastra-Aussteller aus China eingeführt. 

Personen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem der durch das Robert-Koch-Institut definierten „Risikogebiete“ aufgehalten hatten, wurden als Aussteller der Intergastra bzw. der IKA/Olympiade der Köche, nicht zugelassen. Als vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme hatten die Organisatoren der IKA/Olympiade der Köche ohnehin schon eine dreiwöchige Quarantäne-Zeit vor dem Beginn der Veranstaltung für Teilnehmer aus China eingefordert und auch schriftlich bestätigt bekommen. Die Mannschaft aus Macao nahm aufgrund von Ausreisebeschränkungen an der Koch-Olympiade erst gar nicht teil. 

Bei den Intergastra-Ausstellern wurde eine Person identifiziert, der, nach den vom Landratsamt Esslingen definierten Kriterien, die Beteiligung an der Messe untersagt werden musste. Künftig werden chinesische Aussteller gegenüber dem zuständigen Esslinger Gesundheitsamt schon im Vorfeld einer Messe ihre Aufenthaltsorte während der vergangenen 14 Tage schriftlich nachweisen. Personen, die die vorgeschriebenen Kriterien zur Messeteilnahme nicht erfüllen, soll damit die Möglichkeit gegeben werden, die Reise nach Stuttgart gar nicht erst anzutreten. Aussteller, die sich vor kurzem in einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet in China aufgehalten haben, dürfen das Gelände der Messe Stuttgart nicht betreten.

„Bei den nächsten anstehenden Messen in Stuttgart handelt es sich zum größten Teil um Veranstaltungen mit einem nationalen Fokus“, sagt Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, so dass sich die Frage einer Beteiligung von Kunden aus China gar nicht stelle. Dennoch begrüße er diese weiteren Schutzmaßnahmen der Gesundheitsbehörden: „Als internationaler Messeplatz hat die Gesundheit der Aussteller, Besucher und Gäste bei allen Events der Messe Stuttgart oberste Priorität.“

Die Messe Stuttgart steht seit Wochen im engen Kontakt mit den Gesundheitsbehörden des Landes Baden-Württemberg. Die Behörden sind gut vorbereitet und beobachten das nationale und weltweite Geschehen. Derzeit gibt es aus Sicht der Behörden keinerlei Anlass zur Einschränkung des Messebetriebs. 

Die Messe Stuttgart hatte in den vergangenen Wochen ebenfalls rein vorsorglich die Reinigungshäufigkeit in den Sanitärbereichen und auf dem gesamten Messegelände erhöht. An allen Eingängen wurden außerdem zusätzliche Handdesinfektionsgeräte bereitgestellt. Als Veranstalter unterstützt sie die aktuelle Kampagne „no hands“, bei der empfohlen wird, auf das Händeschütteln zu verzichten. 

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