Hesse GmbH gewinnt OWL-Innovationspreis 2025/26 in der Kategorie ‚Marktvisionen‘
Das Verfahren ersetzt klassische Lötprozesse und ermöglicht dadurch leistungsfähigere Module mit modernen breitbandigen Halbleitern („wide bandgap“) wie Siliziumcarbid und Galliumnitrid. Solche Module werden etwa in Solar- und Windkraftanlagen und in elektrisch angetriebenen PKWs, LKWs und Zügen eingesetzt und sind somit ein entscheidender Faktor für das Gelingen der Energiewende.
Der „Smart Welder“ wurde vollständig in Paderborn entwickelt und wird ausschließlich dort gefertigt. Die Entwicklung erfolgte in Abstimmung mit der Infineon Technologies AG in Warstein. Infineon hat mit dem Smart Welder inzwischen etwa 1 Million Module hergestellt. Zahlreiche andere Unternehmen weltweit nutzen oder evaluieren mittlerweile die neuartige Verbindungstechnologie.
Die Jury würdigte insbesondere den technologischen Innovationssprung sowie die internationale Marktführerschaft von Hesse in diesem Segment. „Hesse ist ein Innovationssprung gelungen, der zu einem Technologiewandel in der Leistungselektronik führen wird. Die Innovationsleistung ist herausragend – insbesondere im Hinblick auf die Größe des Unternehmens“, erläutert Jürgen Noch, Geschäftsführer Westfalen Weser, das Urteil der Jury. „Das neue Verfahren wird nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten, sondern auch für das Unternehmen neue Märkte erschließen.“
„Der Smart Welder steht exemplarisch für unseren Anspruch, technologische Grenzen zu verschieben und industrielle Prozesse im Interesse unserer Kunden neu zu denken“, sagt Dr. Hans Hesse, Geschäftsführer der Hesse GmbH. „Die Auszeichnung bestätigt unsere erfolgreiche Entwicklungsarbeit und den großen Einsatz unseres gesamten Teams.“
Der OWL-Innovationspreis zählt zu den renommiertesten Wirtschaftspreisen der Region und wird alle 2 Jahre von der OstWestfalenLippe GmbH verliehen. In der Wettbewerbsrunde 2025/26 hatten sich 76 Unternehmen aus der Region Ostwestfalen-Lippe beworben.
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