didacta 2017: Wegweisend für das Bildungsjahr

18.02.2017 - 16:30

Zufriedene Aussteller, interessiertes Publikum: Über 85.000 Besucher kamen zur didacta 2017 in Stuttgart, die am heutigen Samstag zu Ende geht.

Die größte Bildungsfachmesse der Welt, die didacta 2017, ist am Samstag sehr erfolgreich zu Ende gegangen. Auf über 75.000 Quadratmetern präsentierten 860 Aussteller aus 47 Ländern die neuesten Trends für Schulen, Hochschulen und außerschulische Bildung. Das umfassende Angebot reichte von klassischen Lehrmitteln über multimedialen Präsentations- und Informationstechnik bis hin zu Einrichtung- und Bildungsstättenausrüstung und Aus- und Weiterbildungsangeboten. Neben Themen wie Strukturwandel und Integration wurden vor allem die neuen Möglichkeiten der Wissens- und Kompetenzvermittlung diskutiert.

Mit über 1.500 gut besuchten Veranstaltungen war die didacta nicht nur Ausstellung, sondern zugleich eine der größten pädagogischen Fortbildungsplattformen. Ihrem Motto "Bildung begegnen" sei die Messe somit vollauf gerecht geworden, freute sich Prof. Dr. mult. Wassilios E. Fthenakis, Präsident des Didacta Verband e.V.. "Praxis, Forschung, Politik und Eltern haben intensiv darüber diskutiert, wie die Herausforderungen im deutschen Bildungssystem gemeistert werden können. Dieser gegenseitige Austausch aller Bildungsverantwortlichen wird uns dem Ziel einer höheren Bildungsgerechtigkeit und -qualität näher bringen." Wilmar Diepgrond, Vorsitzender des Verband Bildungsmedien e.V., lobte die didacta für ihre gut besuchten Veranstaltungen und ein durchgehend hohes Publikumsinteresse als "wegweisend für das Bildungsjahr 2017".

didacta 2017 "im Zeichen des digitalen Wandels"
An den fünf Messetagen verzeichneten die Organisatoren mehr als 85.000 Besucher, deren Hauptinteressen sich vorrangig auf Lehr- und Arbeitsmittel (53%) sowie auf Lernmittel und Schulbücher (47%) richteten. Ein starker Zuwachs konnte im Bereich der digitalen Medien festgestellt werden: Hier stieg die Nachfrage um sieben auf insgesamt 34 Prozent und lag damit im Besucherinteresse noch vor Fachliteratur und Verlagserzeugnissen (31%) und Ausstattung/Einrichtungen (29%). "Die didacta 2017 stand ganz im Zeichen des digitalen Wandels", kommentierte Reinhard Koslitz, Hauptgeschäftsführer Didacta Verband e.V. diesen Trend. "Spannende, innovative Lösungen für den Unterricht prägten das Angebot. Die Bildungswirtschaft ist bereit für die Herausforderungen der Zukunft."

Vor dem Hintergrund des viel beklagten Fachkräftemangels gewinnt die Digitalisierung gerade in der beruflichen Bildung zunehmend an Bedeutung: "Uns als Messeveranstalter ist das Thema besonders wichtig", erklärte der Sprecher der Geschäftsführung und Geschäftsführer der Messe Stuttgart, Ulrich Kromer von Baerle. "Aus vielen Branchen hören wir, dass in diesem Bereich oft akute Engpässe bestehen. Selbst klassische Handwerksberufe sind heute von digitaler Technologie durchdrungen. Wir denken, dass wir dieser Entwicklung mit dem Themenbereich 'Bildung und Technologie' gerecht werden konnten."

Vielfältiges Interesse an Angeboten
Die Rückmeldungen von Ausstellerseite bestätigen dies: "Das Klassenzimmer der Zukunft ist digital – das hat die didacta 2017 eindrucksvoll gezeigt", sagte Dorothee Mohaupt, Product Marketing Manager/Digital Skills bei Google. "Wir waren auf Anhieb begeistert über die große Zahl der Besucher und das vielfältige Interesse an unseren Angeboten für Lehrkräfte und Schüler." Insgesamt zeigten sich die Aussteller sehr zufrieden mit dem Verlauf der didacta 2017: "Die Qualität von Beratung und Kontakten auf der didacta war sehr positiv zu bewerten", meinte Silke Stegner, Geschäftsleitung Marketing, Vertrieb und Produktmanagement von ASS Einrichtungssysteme. "Im Schnitt verweilten die Besucher zwischen 30 und 45 Minuten an unserem Stand – so etwas habe ich noch auf keiner Messe erlebt. Wahnsinn! Wir sind sehr zufrieden."

Hohe Besucherqualität, wachsende Internationalität
Dieser Erfolg beruhte nicht zuletzt auf einer konstanten Besucherqualität: 16 Prozent waren ausschlaggebend an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt, 37 Prozent mitentscheidend; 23 Prozent hatten beratende Funktionen inne. Abermals stellten Lehrer mit 30 Prozent die größte Besuchergruppe, gefolgt von Erziehern (19%) und Beamten/Angestellten in Bildungsverwaltung oder Lehrerweiterbildung (14%). Die Top 3 der vertretenen Wirtschaftszweige waren das allgemein bildende Schulwesen (40%), Vorschulen/Kindertagesstätten (21%) sowie das berufliche Schulwesen (15%). Leichte Zuwächse gab es in den Bereichen Behörden/öffentliche Einrichtungen, Erwachsenenbildung, Dienstleistung/Schulung/Beratung und Weiterbildung.

Das Einzugsgebiet der didacta blieb weitestgehend gleich: Gut die Hälfte der Besucher stammte aus einem Umkreis bis 100 Kilometer, 46 Prozent nahmen längere Anfahrtswege auf sich. Nach Baden-Württemberg stellte Bayern mit einem auf 14 Prozent leicht gestiegenen Anteil die größte Besuchergruppe vor Hessen, Rheinland-Pfalz und NRW. Daneben wird die didacta immer internationaler: Delegationen aus China, Russland, Italien und Südostasien waren angereist, um sich einen Überblick über das umfassende Angebot zu verschaffen und neue Kontakte zu knüpfen. Ein deutliches Zeichen für die zunehmende Internationalisierung auf dem Bildungsmarkt ist auch der gestiegene Anteil ausländischer Firmen, die 2017 mehr als doppelt so viel Ausstellungsfläche belegten wie noch bei der vorangegangenen Ausgabe der Bildungsmesse.

Starke Marktposition
Im Ganzen kann die didacta ihre starke Positionierung am Markt halten: 61 Prozent der Besucher gaben an, sich nicht auf anderen themenähnlichen Messen zu informieren, gleichbleibende 95 Prozent haben die nächste didacta in Stuttgart bereits eingeplant. Fast alle (99%) würden die didacta weiterempfehlen. Konstant blieben daher auch die guten Noten für die Bildungsmesse, die von den den Besuchern erneut mit einer glatten Zwei (2.0) bewertet wurde.

Ausstellerstimmen

Dorothee Mohaupt, Product Marketing Manager/Digital Skills, Google:
Google war zum ersten Mal auf der didacta mit einem eigenen Stand vertreten. Gemeinsam mit unseren Partnern von der Stiftung Lesen und Fraunhofer IAIS stellten wir unsere Initiativen "Google Expeditionen" und "Open Roberta" vor. Wir waren auf Anhieb begeistert über die große Zahl der Besucher und das vielfältige Interesse an unseren Angeboten für Lehrkräfte und Schüler. Das Klassenzimmer der Zukunft ist digital – das hat die didacta 2017 eindrucksvoll gezeigt.

Gabriela Carmanns, Vertriebsleiterin Ernst Klett Verlag:
Für den Ernst Klett Verlag und seine Autorinnen und Autoren war die diesjährige Bildungsmesse in Stuttgart wieder eine gute Gelegenheit, sich intensiv mit den Lehrkräften aus Baden-Württemberg, aber auch aus Bayern, Hessen und dem Saarland auszutauschen. Unsere Neuheiten und Veranstaltungen rund um die Themen Bildungspläne, Sprachförderung oder die neuen digitalen Schülerlösungen "eBook pro" kamen sehr gut an.

Anton Pöppel, Verkaufsleiter Bayern, DUSYMA:
Es herrschte ein sehr reger Publikumsverkehr. Das Interesse war groß, die Besucher blieben stehen, ließen sich ausführlich beraten. Auch die Verkäufe am Stand liefen dank unserer Messerabatte sehr gut. Obendrein erwarte ich ein gutes Nachmessegeschäft. Insgesamt sind wir mit dem Verlauf der didacta 2017 zufrieden.

Michaela Halt, PR und Kommunikation, LEGO education:
Die didacta ist für uns von enormer Bedeutung, daher sind wir jedes Jahr auf der Messe vertreten. Hier treffen wir unsere Zielgruppe, die Schulleiter und Lehrer. Das Interesse an neuartigen Unterrichtsmaterialien, die sich in der Praxis bewährt haben und funktionieren, war wieder sehr groß. Von Vorteil für uns ist natürlich, dass die Marke LEGO vielen aus ihrer eigenen Kindheit vertraut ist.

Mirko Jänicke, Key Accountant Manager, Wehrfritz:
Unsere Erwartungen an die didacta 2017 haben sich erfüllt, denn wir haben genau das gefunden, was wir gesucht haben. Stuttgart ist als Veranstaltungsort immer gut: Hier kommen viele interessierte Besucher zur Messe, die offen für neue Konzepte sind. Wir konnten viele anregende Fachgespräche führen und sind mit dem Verlauf der diesjährigen didacta in Stuttgart zufrieden.

Dr. Michael Pries, Leiter der inszenierten Bildung, Autostadt:
Unser Angebot stieß auf rege Nachfrage. Wir konnten hier zeigen, dass wir einen Bildungsauftrag haben, und viele intensive Gespräche führen. Stuttgart bietet für die didacta eine tolle, freundliche Atmosphäre, die einen positiven fachlichen Austausch ermöglicht. Diese besondere Situation auf einer Messe zu schaffen, bewerte ich als großen Erfolg.

Hans Lange, Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Kultusministerium Baden-Württemberg:
In unserem Info-Center war viel los! Die Besucher waren sehr interessiert und freuten sich über unser Beratungsangebot. Starke Nachfrage verzeichneten wir bei Top-Themen wie Digitalisierung oder Integration, ein weiteres wichtiges Thema waren die aktuellen Bildungspläne. Unsere etwa 60 Veranstaltungen bekamen eine gute Resonanz. Vor allem unser "gläsernes Klassenzimmer" wurde mit Begeisterung angenommen!

Silke Stegner, Geschäftsleitung Marketing, Vertrieb und Produktmanagement, ASS:
Die Qualität von Beratung und Kontakten auf der didacta war sehr positiv zu bewerten. Im Schnitt verweilten die Besucher zwischen 30 und 45 Minuten an unserem Stand – so etwas habe ich noch auf keiner Messe erlebt. Wahnsinn! Wir nutzten die didacta als Image-Messe, um unsere Konzepte zu erklären, was ausgezeichnet funktioniert hat. Wir sind sehr zufrieden.

Stefanie Hollberg, Referentin Bundeszentrum für Ernährung, IN FORM:
Es ging uns hier darum, drei verschiedene Themenbereiche darzustellen: Ernährungsbildung, Verpflegung und Bewegung. Damit trafen wir einen Nerv. Wir erreichten viele Menschen, die durchaus sensibilisiert waren, aber noch nicht wussten, wie sie bestimmte Themen in der Praxis umsetzen sollen. Man spürte, dass bei Erziehern und Erzieherinnen, Lehrern und Lehrerinnen hoher Bedarf besteht, denn wir erhielten zahlreiche Anfragen und Anregungen. Diesen Austausch schätzen wir sehr.

Christoph Müssner, Geschäftsführer Lucas-Nülle:
Wir wollten hier zwei unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, nämlich die Ausbilder und die jungen Innovationstreiber. Beide haben wir erreicht. Man kam ganz gezielt auf uns zu, Entscheider aus dem Industrieumfeld ebenso wie Ausbildungsverantwortliche, die bestimmte Projekte im Kopf haben. Hier konnten wir Antworten geben, wie man Industrie 4.0 optimal in die berufliche Bildung integrieren kann. Auch mit der Besucherfrequenz sind sehr zufrieden.

Dr. Chrisine Autenrieth, Geschäftsführerin Binogi:
Wir erlebten hier eine große Offenheit gegenüber dem Thema Integration im Schulalltag und trafen die richtigen Adressaten aus Politik, Behörden und Lehrerschaft. Ich schätze außerdem sehr, dass man auf der didacta das komplette Angebot für die Schulen sowie alle neuen Bildungstrends sieht. Für uns macht die Messe den Markt transparent. Wir sind sehr zufrieden.

 

Textdatei und Messefotos können Sie im Internet herunterladen unter www.messe-stuttgart.de/didacta/journalisten

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