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Verbesserung des Unterrichtsablaufs durch die Einführung von linuxmuster.net

08.02.2017

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und macht auch vor den Schulen nicht halt. Auf Seiten der Schulverwaltung werden elektronische Medien schon sehr lange eingesetzt: Zur Verarbeitung und Speicherung der Schüler- und Lehrerdaten, zur Erstellung der Stundenpläne, zur Kommunikation. Die Nutzung von Laptop, Tablet und Co. im Unterricht ist noch nicht sehr verbreitet, wird in Zukunft aber immer häufiger werden. Mit der Lösung von linuxmuster.net lässt sich deren Verbreitung in Schulen ohne größere Probleme umsetzen. Diese sorgt unter anderem dafür, dass die Geräte für einen reibungslosen Unterrichtsablauf einwandfrei funktionieren und gewisse Sicherheitsstandards eingehalten werden. Der klassische Informatik-Unterricht – wie es ihn schon seit Jahrzehnten gibt – hat sich stark gewandelt. Saßen die Schüler früher noch vor großen Röhrenbildschirmen im Computerraum und lernten die Grundlagen von Tabellenkalkulation und Textverarbeitung, zählt dies heute beinahe schon zu den Basics. Heute stehen in den Klassenzimmern kompakte High-Tech-Geräte mit Flachbildschirmen – oder gar Tablet-PCs –, der staubige Tageslichtprojektor wurde durch eine Dokumentenkamera ersetzt, der Fernsehwagen hängt in Form eines Beamers an der Decke und das Klassenbuch gibt es oftmals nur noch in digitaler Form. Alles ist miteinander vernetzt. Und dann wäre da auch noch das Internet. Das hat heutzutage beinahe jeder Schüler auf seinem Smartphone immer mit dabei. Die unzureichende Versorgung mit schnellem Internet erschwerte das Unterrichten in der kleinen Schwarzwaldstadt Furtwangen. Daher entschied man sich bereits vor drei Jahren – als der Breitbandausbau noch in weiter Ferne lag – zur Anbindung des Otto-Hahn-Gymnasiums mit Realschule (OHG) an ein Glasfaser-Backend via Richtfunk. Es wurden außerdem auf gleiche Weise die Anne-Frank-Grundschule und die Werkrealschule am Ilben mit dem als Zentralschule fungierenden OHG vernetzt. Seither steht den Schulen im Verwaltungs- und pädagogischen Netz eine 1 Gbits Internetverbindung zur Verfügung - eine Verbesserung von DSL 16.000 auf „DSL“ 1.000.000 also. Die Kosten für den Internetanschluss sind hingegen um fast 70% gesunken, denn alle Schulen nutzen nun einen gemeinsamen Anschluss. Initiiert wurde das Highspeed-Netzwerk als Teil eines Gesamtprojektes von der IT-Firma Netzint. Dabei ging es nicht nur um die Versorgung der Schulen mit schnellem Internet, sondern auch um die Vernetzung der Schulen untereinander. Das Ziel des Projektes war es primär, diese zentralisiert betreiben und verwalten zu können. Das OHG ist längst als dauerhafter Schulstandort festgelegt, außerdem war dort bereits ein klimatisierter Serverraum vorhanden, daher fiel die Entscheidung für diesen Standort als Zentrale leicht. Der Server ist sozusagen das Herzstück des ganzen Projektes. Jede Schule verfügt über einen eigenen, abgetrennten Bereich zur Speicherung der Daten – Aktualisierungen und Änderungen werden von hier aus automatisch ins System eingespielt. Auch Wartungsarbeiten und die Durchführung von Sicherheitsdiensten erfolgen zentral – für alle Schulen, für jedes einzelne Gerät. Denn im Zuge des Projektes wurden zudem Großteile der Hard- und Software – also PCs, Drucker, Scanner und die benötigten Programme – vereinheitlicht und gesammelt beschafft. Dadurch können 60% der bisherigen Kosten für Server, Soft- und Hardware eingespart werden. Nicht zu vergessen: Der Betreuungsaufwand durch Lehrkräfte. War bisher an jeder Schule ein Lehrer als Netzwerkberater für ein funktionierendes Netz allein verantwortlich, so ist dies heute der zentrale Dienstleister - zusammen mit den Netzwerkbetreuern der jeweiligen Schule. Diese kümmern sich gemeinsam um das gesamte Projekt, also auch darum, dass die Schulcomputer in einem unterrichtstauglichen Zustand gehalten werden. Dazu sind sie mit der, an die Multischul-Umgebung in Furtwangen angepassten und erweiterten, Schulnetzwerklösung linuxmuster.net ausgestattet. Da es sich dabei um ein Open-Source-Produkt handelt, ist dessen Nutzung auch für die Zukunft gesichert. Ohne die Offenheit des Systems und das einzigartige Konzept hinter der linuxmuster.net-Lösung wäre die Umsetzung des Projektes in diesem Umfang wohl nicht möglich gewesen. Für das Schulprojekt in Furtwangen werden clientseitig Windows 7 und 10 eingesetzt. Die User merken daher nicht, dass es sich um einen Linux-Server handelt. Selbstverständlich wäre aber auch ein Linux-Betriebssystem als Client möglich. Durch einen Rahmenvertrag mit Microsoft setzen die Schulen Windows und Office kostengünstig ein – Schüler und Lehrer können die Software sogar kostenfrei Zuhause nutzen. Bei jedem Neustart der PCs werden alle Änderungen zurückgesetzt und Aktualisierungen, z.B. durch Updates oder neue Software, automatisch an die Rechner übertragen. Somit ist sichergestellt, dass alle Schulcomputer mit demselben Betriebssystem und der gleichen Software ausgestattet sind. Ermöglicht wird dies durch das linuxmuster.net-Selbstheilungssystem namens LINBO. Dazu wird für alle ähnlichen Rechner ein Abbild des gesamten Systems - ein sogenanntes Image - inkl. Betriebssystem, Treiber und Software erstellt. Dieses Image wird in einem abgetrennten Bereich der Festplatte lokal gespeichert. Wahlweise wird das System bei jedem Neustart mit dem ursprünglichen Image abgeglichen und Veränderungen zurückgesetzt. Bei Aktualisierungen, z.B. durch Updates oder neue Software, werden nur die Änderungen übertragen. Um die Server und Funkstrecken zu entlasten sowie um Zeit zu sparen, wird das Image in viele Fragmente aufgeteilt. Die einzelnen Imagefragmente werden an zufällige Arbeitsstationen verteilt und untereinander ausgetauscht. Außerdem beinhaltet die, oft auch Musterlösung genannte, Serverlösung speziell für Bildungseinrichtungen eine ganze Palette an pädagogischen Funktionen, beispielsweise den Klassenarbeitsmodus, die Ein- / Austeilfunktion, die Ressourcensteuerung für Drucker oder die Internetsperre inkl. WLAN-Management. Damit sind auch die Grundlagen für „Bring Your Own Device“ - kurz BYOD - gelegt. Das bedeutet, dass Schülern und Lehrern auf ihren privaten Mobilgeräten eine vollwertige Arbeitsstation samt Office und Schulanwendungen bereitgestellt werden könnte. Die Integration und Verwaltung von Tablets - samt Selbstheilung - funktioniert bereits hervorragend. Somit steht einem reibungslosen Unterrichtsbeginn und -ablauf nichts mehr im Wege. Unterm Strich konnte der Betreuungsaufwand durch Lehrkräfte stark gesenkt werden. Ursula Kiefer, Schulleiterin des Otto-Hahn-Gymnasiums, bringt das Vorhaben auf den Punkt: „Das Projekt hat uns zwei große Vorteile eingebracht: Wir haben endlich eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung und unsere Lehrkräfte haben mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgabe, das Unterrichten. Wenn die Schulstunde beginnt, kann der Unterricht auch sofort starten.“ Infokasten: Alle Informationen rund um das Schulprojekt mit linuxmuster.net wurden jetzt auf einer eigenen Microsite zusammengefasst. Unter www.mib-furtwangen.de finden Interessierte sowohl die technischen Details, als auch allgemeine Daten und Fakten sowie viele Bilder und Videos, die das komplexe Thema anschaulich darstellen.

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Fotos der didacta

  • didacta 2020: PM Nr. 2

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    Darf es etwas divers sein? In deutschen Bildungseinrichtungen fehlen nach wie vor Professorinnen und Lehrkräfte mit Migrationshintergrund.Bitte beachten Sie die Nutzungshinweise auf www.pixabay.com.
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    Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht.BILDNACHWEIS MESSE STUTTGART
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    Eine Ausbildung führt zwar zur Berufsfähigkeit, die Berufsfertigkeit aber bedarf in der Praxis einer organisierten QualifizierungBILDNACHWEIS MESSE STUTTGART
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