Qualität ist Trumpf: 36 Wanderwege prämiert

12.01.2020 - 16:50

Deutscher Wanderverband zertifiziert „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ auf der Fahrrad- und Wander-Reisen im Rahmen der CMT 2020

Zu Beginn der Messe Fahrrad- und Wander-Reisen in Stuttgart zeichnete der Deutsche Wanderverband (DWV) zahlreiche Qualitätswege „Wanderbares Deutschland“ aus. Aufgrund der Fülle an Zertifizierungen wurde die Urkundenverleihung erstmalig auf zwei Termine am Wochenende verteilt: DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß überreichte 36 Urkunden an die strahlenden Empfänger.

Die Vertreterinnen und Vertreter von 28 langen und acht kurzen Qualitätswegen „Wanderbares Deutschland“ nahmen die Zertifikate mit Begeisterung entgegen. DWV-Präsident Rauchfuß lobte deren vorbildlichen Einsatz: „Ohne die unzähligen Ehrenamtlichen gäbe es diese besonders schönen und abwechslungsreichen Wanderwege gar nicht. Tausende engagierter Menschen sind bei der Wegebereitstellung und Pflege in Vorleistung gegangen“, erklärte Rauchfuß. Mit der diesjährigen Verleihung gebe es in den Bundesländern nun 247 zertifizierte Wege mit einer Gesamtlänge von 15.027 Kilometern. „Das zeigt, dass der Trend zum Wandern in Deutschland ungebrochen ist und dass keineswegs nur in den Mittelgebirgen gewandert wird“, sagte der DWV-Präsident.

Albsteig ausgezeichnet

Besonders erfreulich für die Bewohner der Region Stuttgart ist, dass gleich als erstes der beliebte Albsteig ausgezeichnet wurde. „Dieser 365 Kilometer lange und von Donauwörth bis Tuttlingen verlaufende Weg bietet sogar praxisnahen Geologie-Unterricht“, erklärte der stellvertretende Geschäftsführer des Deutschen Wanderverbands, Erik Neumeyer. Denn der aussichtsreiche Weg führe direkt entlang der Schichtkante des Albtraufs. Die traumhafte Mehrtagesetappe wurde bereits zum dritten Mal nachzertifiziert.

Der mit 660 Kilometer längste zertifizierte Qualitätsweg „Wanderbares Deutschland“ ist der Goldsteig im bayerischen und Oberpfälzer Wald. Dieser bekam in Stuttgart das Zertifikat bereits zum fünften Mal, dieser Weg wurde also zum vierten Mal nachzertifiziert. „Offenbar lohnt es sich für Regionen, mit einem Qualitätsweg für sich zu werben. Ansonsten würden sie die vergleichsweise aufwendige Zertifizierung nicht machen“, betonte Rauchfuß. Eine Nachzertifizierung wird alle drei Jahre fällig. Ohne sie verliert ein Weg das begehrte Zertifikat.

In Stuttgart bekamen neben dem Albsteig (HW 1 des Schwäbischen Albvereins) noch weitere Wege aus dem Süden eine Urkunde, unter anderem der anspruchsvolle Schluchtensteig im Schwarzwald. Ein Trend geht in Richtung kürzerer Etappen, besonders gefragt sind Themenwege mit kulturellen oder familiengerechten Schwerpunkten.

Seit 1883 vertritt der Deutsche Wanderverband gegenüber Politik und Behörden die Interessen seiner Mitglieder und ist der Fachverband für das Wandern und die Wegearbeit in Deutschland. Als Dachverband von rund 70 landesweiten und regionalen Gebirgs- und Wandervereinen mit rund 600.000 Mitgliedern hat der DWV wichtige Initiativen wie das Kita-, Schul- und Gesundheitswandern oder die Ausbildung von Wanderführern gemeinsam mit Partnern ins Leben gerufen. Als anerkannter Naturschutzverband hat der DWV zudem eine wichtige Funktion im Dialog von Naturnutzern und -schützern. Er ist Initiator des bundesweiten Tages des Wanderns am 14. Mai und zertifiziert im Rahmen der Qualitätsinitiative „Wanderbares Deutschland“ Regionen, Wege und Gastgeber, wenn sie sich besonders gut für Wanderer eignen.

Weitere Informationen sowie die ausgezeichneten Qualitätswege unter: www.wanderbares-deutschland.de 

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