Mehr Platz für Plätze

15.01.2019 - 14:34

CMT 2019: Stellplatz-Gipfel baut Brücken zwischen Caravanern und Touristikern – Steigende Zulassungszahlen erfordern mehr Kapazität

Die Caravaning-Branche boomt, immer mehr Menschen verbringen ihren Urlaub im rollenden Eigenheim. Auf der CMT 2019 hat der Caravaning Industrie Verband die aktuellen Zulassungszahlen vorgestellt: In Deutschland wurden im vergangenen Jahr über 71.000 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen – ein absoluter Rekord. 

Nicht Schritt mit dieser Entwicklung hält jedoch der Auf- und Ausbau von Stellplatz-Kapazitäten. So kann es sein, dass gerade in den Hauptreisezeiten die Plätze schon mal knapp werden können. Seit nunmehr vier Jahren hat sich die CMT als weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit diesem Thema im Fachprogramm angenommen. 

Beim Stellplatz-Gipfel (Montag, 14. Januar) brachte die Messe Touristiker und Caravaner, Industrie und Kommunen, Hersteller und Dienstleister zusammen, um größtmögliche Hilfestellung bei der Schaffung neuer Stellplatz-Kapazitäten zu geben. Ergänzt wurde das Vortragsangebot um eine umfangreiche Ausstellung von Zubehörprodukten - von der Abwasserentsorgung über Kassensysteme bis hin zu Sanitäreinrichtungen.

Ein „richtiger Vorzeigeplatz fehlt in der Region Stuttgart“, resümierte Dominic Vierneisel, Chefredakteur der Fachzeitschrift Promobil, um so Ehrgeiz bei den anwesenden Touristikern und politischen Entscheidungsträgern zu entfachen. Die Ausgaben für die Einrichtung eines Platzes seien durchaus unterschiedlich und könnten zwischen 500.000 und zwei Millionen Euro liegen, so Jürgen Dieckert von Top Platz. Wichtig sei bei der Einrichtung eines Platzes die vorherige Standortanalyse. Eine „ereignisnahe Lage“ sei essentiell, da Stellplatz-Nutzer kurze Wege schätzten.

ADAC-Experte Thomas Nitsch verwies auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen: So seien die Genehmigungsverfahren für Stellplätze von Bundesland zu Bundesland durchaus unterschiedlich. Beim Betrieb müsse man darauf achten, dass auch ein Stellplatz die Zahl der touristischen Ankünfte melden müsse. Einen Blick in die Stellplatz-Zukunft warf Stephan Trautvetter, Geschäftsführer der Trevon Electronic GmbH. Er gehe davon aus, dass künftig App-basierte Lösungen die Nutzung von Stellplätzen noch stärker vereinfachten. So könne man künftig per App einchecken, die angebotenen Services buchen und bezahlen und zum Abschluss den Platz auch noch direkt bewerten.

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