„Highlight ist die Vielfalt“

13.01.2019 - 09:15

Heilbronn blickt in die Zukunft: CMT-Kulturpartnerin Bundesgartenschau und das neue Science Center experimenta sollen die Stadt noch attraktiver machen

„Das Jahr 2019 ist für uns ein wichtiges Jahr – mit zwei großen Ereignissen, die beide dafür sorgen werden, dass unsere Stadt im bundesweiten Schaufenster stehen wird“, sagte der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel am Samstag, 12. Januar, auf der CMT in Stuttgart. Gemeint sind die Bundesgartenschau – kurz: BUGA – und die Wiedereröffnung des Wissenstempels experimenta. „Heilbronn entwirft sich gerade neu und macht sich zukunftsfähig.“

Neues Format: BUGA mit zwei Schwerpunkten

„Nach 42 Jahren gibt es endlich wieder eine Bundesgartenschau in Baden-Württemberg“, freute sich auch Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Heilbronn GmbH. Vom 17. April bis zum 6. Oktober bietet die BUGA ihren Besuchern auf 40 Hektar Fläche unterschiedlichste Natur- und Gartenerlebnisse, Architektur, Kunst und mehr als 5000 Veranstaltungen, darunter eine spektakuläre abendliche Wassershow. Es bestehe jedoch „kein Zweifel, dass das zentrale Thema die Pflanze bleibt, was gerade in einer digitalisierten Welt von großer Bedeutung ist“, sagte Faas.

Unter dem Motto „Blühendes Leben“ wurden unter anderem 8000 Rosen gepflanzt, eine Million Blumenzwiebeln gesteckt und zahllose Themenbereiche von der Wasserlandschaft bis zum Pilzgarten eingerichtet. Mit zwei bionischen Pavillons, die nach Strukturen aus der Natur konstruiert wurden, wolle man obendrein „auch ein bisschen in die Zukunft schauen. Das Highlight der BUGA ist ihre Vielfalt.“

„Spiegel der Gesellschaft“

Bundesgartenschauen seien „immer auch ein Vehikel, um eine städtebauliche Entwicklung voranzutreiben“, so der BUGA-Geschäftsführer. Die Heilbronner Schau stelle dabei ein neues Format dar, das es „so noch nie gegeben“ habe. Neben der „klassischen“ Gartenschau präsentiere eine „Stadtausstellung“ ein neues Quartier als Beispiel einer „modernen Stadt, in der sich die Menschen wohlfühlen“. Die BUGA sei damit nicht zuletzt ein „Spiegel der Gesellschaft, wo wir Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Mobilität ansprechen“. Die 23 Gebäude, darunter das höchste Holzhochhaus Deutschlands, sollten eine Vision der Zukunft vermitteln, die auf Fragen der Mobilität, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit eingehe.

„Wissensexplosion in Wissenschaft und Technik“

Die Wiedereröffnung der experimenta in einem vom Berliner Star-Architekturbüro Sauerbruch Hutton entworfenen, futuristischen Neubau trage einer „derzeitigen Wissensexplosion in Wissenschaft und Technik“ Rechnung, erklärte Dr. habil. Wolfgang Hansch, Geschäftsführer der experimenta gGmbH. Daneben wolle man zu einer Wertediskussion anregen, „was Wissenschaft und Technik dürfen und nicht dürfen. Die experimenta soll ein Ort sein, wo man Antworten auf diese Fragen erhält und lernt, sie mit einem Wertegerüst zu verbinden.“ Mit 25.000 Quadratmetern Fläche sei die neue experimenta „das größte Science Center Deutschlands“, in dem sich alles um „Wissensvermittlung durch Spaß und Unterhaltung“ drehe.

Das an alle Altersstufen gerichtete, interaktive Angebot in den „Entdecker-, Erlebnis- und Forscherwelten“ ist riesig und reicht vom Experimentaltheater über hochwertig ausgestattete Labore bis hin zur hauseigenen Sternwarte. Junge Macher können die Experimentierküche belegen oder im „Maker Space“ neue Ideen ausprobieren. „Baden-Württemberg ist ein Hochtechnologieland“, sagte Hansch. „Wir brauchen junge Forscherinnen und Forscher, um diese Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben. Unser Wunsch wäre, dass irgendwann ein Nobelpreisträger seine ersten Sporen auf der experimenta verdient hat.“

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