Wellnessurlaub im Wohnmobil

12.12.2019 - 16:53

Camper und Reisemobilisten als neue Zielgruppe für Kurorte / Heilbäderverband präsentiert sich auf der CMT

Baden-Württemberg nennt sich das „Bäderland Nummer eins“. Insgesamt 56 Heilbäder und Kurorte gibt es im Land, viele davon locken nicht nur Tagestouristen, sondern auch Übernachtungsgäste in die Städte und Gemeinden. Damit stellt das Kur- und Bäderwesen ein maßgebliches Standbein im baden-württembergischen Tourismus dar. Immer attraktiver werden für die Kommunen die Gäste von Camping- und Stellplätzen, die mit ihrer mobilen Unterkunft ankommen, einige Tage bleiben, Thermen besuchen, den lokalen Einzelhandel und die Gastronomie nutzen und dann weiterziehen. Inzwischen machte das Marktsegment Touristik- und Dauercamping sowie Reisemobilisten in den baden-württembergischen Heilbädern und Kurorten 2018 rund 57 Millionen Euro Brutto-Umsatz.

Der Heilbäderverband Baden-Württemberg, der die Kurorte und Heilbäder repräsentiert, feiert 2020 sein 50-jähriges Bestehen. Mit dem Thema „Erholung und Gesundheit aus, mit und in der Natur“ ist er Partner der CMT 2020 (11. - 19. Januar 2020) und greift auch das Thema Wohnmobilstellplätze an Kurorten und Heilbädern mit auf. Speziell zu diesem Thema soll im nächsten Jahr eine App vorgestellt werden, die Touristen die Stellplatzsuche in der Nähe von Bädern und Thermen erleichtert.

Kurgäste werden mobil

Es gibt viele Beispiele dafür, wie im Südwesten die Themen Stellplatz und Therme gelungen umgesetzt werden. Eines davon ist Bad Schönborn: Der Kurort im Landkreis Karlsruhe hat mit dem Thermarium einen Wellness- und Gesundheitspark mit medizinischem Fitnesszentrum, zu dessen Besuchern Kurgäste, Reha-Patienten und Wellnessliebhaber gehören. Direkt neben der Bäderlandschaft befindet sich der WellMobilPark Bad Schönborn, der mit 86 Reisemobilstellplätzen viel Platz für Kurgäste und Thermenbesucher bietet. Attraktive Kombinationsangebote, bestehend aus Übernachtungsgebühr und Thermeneintritt sowie Massagen oder Anwendungen, machen den Stellplatz zu einer beliebten Anlaufstelle für Reisemobilisten. „Inzwischen verbringen Kurgäste sogar ihren ganzen Kuraufenthalt im Wohnmobil und kommen dann zu ihren Anwendungen und Behandlungen ins Thermarium“, berichtet Klaus Heinzmann, Leiter der Tourist Information Bad Schönborn.

 

Ein ähnliches Konzept findet sich in der Kurstadt Bad Dürrheim. Das Wellness- und Gesundheitszentrum Solemar mit seiner großen Bäderlandschaft, Salzgrotten und dem Therapiezentrum liegt nur wenige hundert Meter vom Reisemobilhafen Bad Dürrheim entfernt. Der Stellplatz mit über 400 Stellgelegenheiten für Reisemobile gehört zu den größten im Land und bietet ebenfalls Kombipreise mit der Therme. Auch für Bad Dürrheim sind Camper eine gern gesehene Zielgruppe. Da die Anzahl der ärztlichen Verschreibung von Kuren in den letzten Jahrzehnten immer weiter zurückging, sind Kurorte darauf angewiesen, sich neue touristische Konzepte zu überlegen. Eine Gästekarte mit Thermeneintritt und Vergünstigungen in Gastronomie und Einzelhandel für die Gäste auf dem Stellplatz anzubieten, hat sich für Bad Dürrheim bewährt.

Wellness im Kloster oder im Wald

Zwar verfügt auch Bad Wimpfen über ein Solebad mit heilendem Salzwasser, das allerdings derzeit saniert wird. Die historische Stadt am Neckar bietet aber noch ganz andere Möglichkeiten für die Erholung von Körper und Seele: Das von den Maltesern betriebene Kloster bietet eine Auszeit für Einzelpersonen oder Gruppen in spiritueller Umgebung an. Vorträge, Programme und Kurse wie das „Kloster auf Zeit“ bietet den Gästen die Gelegenheit, abseits des Alltags zur Ruhe zu kommen. Am Kloster auf einem großzügigen Parkplatz sowie am Stellplatz bei der Therme sind Wohnmobilisten ebenfalls willkommen.

Eine ganz andere Art von Wellness können Touristen im Hochschwarzwald erleben: Die Höhenklimaregion punktet mit einem besonders wohltuenden Heilklima, das eine therapeutische Wirkung auf die menschliche Gesundheit haben kann. Angenehme Kühle, frischer Wind, eine saubere Luft und natürliche Sonneneinstrahlung steigern das Wohlbefinden. Als „Waldbaden“ bezeichnen Experten das, was Spaziergänger im Wald schon immer tun, jetzt nur noch viel bewusster: Die Natur spüren, abschalten und sich erholen – das kann sogar unter Anleitung mit einem Guide gemacht werden, der dann auf bestimmte Pflanzen, Landschaften und Begebenheiten hinweist.

Messebesuch mit Wohlfühlprogramm

Wellness in all seinen Facetten stellt der Heilbäderverband vom 11. bis 19. Januar auf der CMT in der Oskar Lapp Halle (Halle 6) vor. Auch am Stand in der Halle 9 auf der Golf- und Wellnessreisen am zweiten CMT-Wochenende finden die Messe-Besucher die schönsten Ausflugsziele, Kur- und Heilbäder sowie Übernachtungsmöglichkeiten inklusive Stellplätzen. Bei einem speziellen Bühnenprogramm, einer Wasserbar mit verschiedenen Mineralwässern zum Verkosten oder verschiedenen Wellnessanwendungen können die Besucher bereits in der Messehalle das Wohlfühlprogramm erleben.

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