„DNA mit ganz viel Wandern drin“

14.01.2019 - 15:37

Schwerpunkt des Schweizer Tourismus bleibt der Aktivurlaub / Auf Road-Trip mit Elektrofahrzeugen durch die Alpenrepublik

„Wandern ist extrem in“, sagte Jörg Krebs, Direktor von Schweiz Tourismus Deutschland, „das Sportgerät, das im Jahr am meisten verkauft wird, sind Wanderschuhe“. Wer seine Wanderschuhe in Aktion erleben möchte, kann die Schweiz auf einem der 65.000 beschilderten Wanderwege in einer Gesamtlänge von 65.000 Kilometern erkunden. „Alle hintereinander gelegt führen in ihrer Länge anderthalb Mal um die Erde“, ergänzte Evelyn Lafone, District Manager Baden-Württemberg und Bayern von Schweiz Tourismus, „und die findet man alle in dem kleinen Land Schweiz“. Den großen Fokus, den das Nachbarland der Deutschen auf den Wandertourismus legt, erklärte Krebs damit, dass man beim Wandern wieder zu sich selbst zurückfinde, im eigenen Tempo vorankomme und „die Schnelllebigkeit des Alltags hinter sich lassen kann“. Am Montag, 14. Januar, stellte sich das Urlaubsland Schweiz auf der Stuttgarter Reisemesse vor.

Interesse an Wanderangeboten ungebrochen

„Jedes Land hat irgendeine DNA. Wir Schweizer auch. Und da ist eben ganz viel Wandern drin“, erläuterte Krebs den seit Jahren ungebrochenen Fokus der Schweiz auf das Thema Reisen. In der Schweiz könne man sich nicht verlaufen, fügte er in Bezug auf die 50.000 Wegweiser an, die entlang der Wanderstrecken Urlaubern immer genau anzeigen, wie weit es bis zur nächsten Etappe ist. Die tiefe Verbundenheit der Schweizer zum Wandersport zeigt sich im Engagement, das diese bei der Instandhaltung ihres Wegenetzes zeigen. 1500 Freiwillige sind aktiv, um die gelben Wegweiser entlang der Wanderstrecken auf ihre Korrektheit zu überprüfen und dafür zu sorgen, dass die Wanderwege für jeden gut begehbar sind und ein entsprechender Standard eingehalten wird.

Das Angebot der Weitwanderungen bietet für jeden Wanderer etwas Passendes. Der sanfte Jura Crest Trail ist vor allem auf Genießer und Einsteiger ausgerichtet und umfasst 15 Etappen entlang der Seen, Flüsse und Dörfer der Schweiz. Mittelschwere bis anspruchsvolle Wanderstrecken bietet die Via Alpina, deren 20 Etappen den Wanderer durch sechs Kantone führen und Blick auf Alpenpanoramen ermöglichen. Für Extremwanderer und gut ausgestattete Profis eignet sich vor allem der anspruchsvolle Alpenpässe Weg, bei dem Trailrunning und Selbstversorgung den Hiker in Atem halten. Wandern mit Eventcharakter bietet die 24 Stunden Trophy Ende Juni, eine Wander- und Walkingveranstaltung bei der 150 Teilnehmer an den Start gehen. Ziel des 24-stündigen Wandermarathons ist es, in begleiteten Gruppen unterschiedliche Regionen zu erwandern, Panoramen entlang des Weges zu entdecken und an Verpflegungsstationen gemeinsam zu rasten. Auch ein Unterhaltungsprogramm für unterwegs und die streckenweise Teilnahme von Prominenten sind geplant. Die 65 Kilometer lange Strecke hat ihren Start- und Zielpunkt in Davos.

Blütenfest, Alpine Achterbahn und E-Roadtrip

Auch fernab vom Wandern bietet die Schweiz einige Höhepunkte. Beim Kamelienfest in Locarno erleben Urlauber den Frühling im warmen Kanton Tessin, dessen mediterranes Klima für einen vergleichsweise frühen Beginn der Blütezeit sorgt. Dieser Umstand ermöglicht das einzigartige Bild von prächtig blühenden Blumen vor verschneitem Bergpanorama. Der Einzug des Frühjahrs wird in der am Nordufer des Lago Maggiore gelegenen Stadt mit einem Fest und verschiedenen klassischen Konzerten gefeiert. Für Adrenalinfans bietet die Monorail in Bosco Gurin die passende Freizeitgestaltung. Die Bobbahn wurde Ende 2018 eröffnet und ist sowohl im Sommer als auch im Winter als Rodelbahn nutzbar. Die einen Kilometer lange Rodelstrecke startet in Bosco Gurin, dem höchstgelegenen bewohnten Dorf im Tessin.

Die E-Grand Tour ist weltweit der erste Road-Trip für Elektrofahrzeuge. Auf einer Strecke von 1600 Kilometern führt die Tour den Urlauber über fünf Alpenpässe, vorbei an UNESCO Weltkulturerbe-Stätten. An über 300 Ladestationen können Elektrofahrzeuge entlang der Ferienstraße aufgeladen werden. Neben Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb können auf der Grand Tour of Switzerland auch klassische Autos, Wohnmobile und Motorräder einen Road-Trip durch die Schweiz unternehmen. Wer nicht gerne selbst Auto fährt, aber sich die touristischen Höhepunkte entlang der Strecke nicht entgehen lassen möchte, kann in einem Postbus mit Cabrio-Funktion in der Gruppe auf der Schweizer Route 66 durchs Land touren. Die Postbusse haben Kapazitäten für Gruppen von acht bis zwölf Personen und halten an interessanten Orten, die die Teilnehmer dann eigenständig erwandern können.

Weitere Informationen am Schweiz-Stand, Alfred Kärcher Halle 8, Standnummer E58

#cmt19

back to overview