Der Content–Kontinent

15.01.2020 - 14:42

Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika präsentiert sich auf der CMT / Fokus auf nachhaltigem Tourismus

Lateinamerika rückt Schritt für Schritt weiter nach vorne: „Die Veränderungen in den vergangenen Jahren sind enorm gewesen. Nicht nur im Hinblick auf die Infrastruktur, die sich in den einzelnen Ländern vorbildlich etabliert hat, sondern auch im Bezug auf die Entwicklung des Mittelstandes“, sagte Andreas Gross, 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika, auf der CMT in Stuttgart. Auf der Urlaubsmesse zeigt die Arbeitsgemeinschaft und zwei ihrer Mitaussteller, Belize und Kolumbien, wo es in Lateinamerika brennt und welche touristische Ausrichtung in den nächsten Jahren zu erwarten ist.

Innovation auf dem Vormarsch

Mit dem Leitsatz „Die Natur schützen und den Massentourismus vermeiden“ geht für die 90 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft eine große Verantwortung einher: „Der Content unseres Kontinents ist das Wichtigste, was Lateinamerika zu bieten hat“, ist Gross überzeugt. „Diesen gilt es zu schützen. Niemand geht zum Baden nach Peru oder liegt in Brasilien nur am Strand. Deshalb richten wir unseren Tourismus auf Begegnungen und auf Nachhaltigkeit aus.“ In den Ländern Lateinamerikas liege der Fokus zunehmend auf der Kleinteiligkeit: kleine Betriebe, private Initiativen und inhabergeführte Hotels und Anlagen. „Die Besucher sollen unseren Doppelkontinent aus einem ganz neuen Blickwinkel kennenlernen. Damit wollen wir ein neues Bewusstsein prägen,“, sagte Gross.

Naturschutz groß geschrieben

In dem mittelamerikanischen Land Belize setze man dementsprechend auf kleine Hotelanlagen sowie Boutique-Hotels und unterstütze die Meeresforschung am zweitgrößten Riff der Welt. Gerade hier sei Over-Tourismus zu vermeiden, was sich in den Preisen im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern niederschlage. „Generell ist Belize bekannt für seine riesige und artenreiche Pflanzen- und Tierwelt“, sagte John Garry, Vice President bei Finn Partners und Ansprechpartner für Belize in Deutschland. Dabei seien es vor allem die Wälder Belizes, die vielen Tieren einen Lebensraum böten. Besonders verbreitet zum Beispiel Jaguare und Pumas, aber auch die Reptilien- und Vogelarten seien artenreich. Um dieses einzigartige und ursprüngliche Naturparadies in Zukunft zu erhalten, seien mittlerweile knapp 40 Prozent des Landes unter Naturschutz gestellt worden.

Latino-Flair und Nachhaltigkeit

Kolumbien hingegen stand in den vergangenen Jahren in punkto Sicherheit kritisch im Fokus der Weltaufmerksamkeit. Die Tourismuszahlen steigen nun allerdings wieder an: „Im Vorjahr sprechen wir von 80.000 Touristen und somit von einer Steigerung um 12 Prozent im Vergleich zu 2018“, sagte Jewgenij Patrouchev, Senior MICE Berater bei Procolombia. „Das liegt unter anderem daran, dass wir sehr viel Wert auf den Erhalt unseres Latino-Flairs legen. Unsere Besucher finden in Kolumbien alle Aspekte, die Südamerika zu bieten hat - alles, in nur einem einzigen Land.“ Nachhaltigkeit werde hier an die erste Stelle gesetzt: „Wir legen Wert auf Investoren mit Know-how und wollen, dass die Hotels von den eigenen Kommunen betrieben werden." Der Besucher soll Teil der Gesellschaft sein und am täglichen Leben teilnehmen.

Der Gemeinschaftsstand der Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika ist auf der CMT in der Alfred Kärcher Halle 8, Standnummer 8 C 18, zu finden.

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