30.04.2020 - 13:29

Per Roboter statt manuell: Automatisiert entgraten mit bewährten Klingen

Mit dem Roboterentgratwerkzeug CDB von SCHUNK lassen sich erstmals manuelle Entgratprozesse automatisieren, ohne dass auf den Einsatz bewährter Entgratklingen verzichtet werden muss.

Das regelbar nachgiebige Entgratwerkzeug eignet sich zum robotergestützen Entgraten von Werkstücken aus Kunststoff, Aluminium, Stahl, Messing und anderen Werkstoffen in unterschiedlichsten Geometrien. Es lässt sich zum Entgraten von Stanzteilen, Haushalts- und Industriearmaturen ebenso einsetzen wie für Kunststoff- oder Metallkomponenten in der Automotive- oder Luftfahrtindustrie.

Indem handelsübliche, bislang manuell genutzte Entgratklingen 1:1 in das Roboterwerkzeug eingesetzt werden können, ist eine schnelle und unkomplizierte Umstellung vom manuellen auf den automatisierten Betrieb möglich. Vorhandenes Know-how in Bezug auf Klingen, Klingenhalter und den Prozess kann unverändert weiter angewendet werden. Das flexible Roboterwerkzeug ahmt den manuellen Entgratprozess nach, allerdings immer in gleichbleibend hohe Qualität.

Lageungenauigkeiten, Werkstücktoleranzen und Toleranzen des Roboters werden axial um bis zu 8 mm und radial um bis zu ± 5,5° ausgeglichen. Die Ausgleichskraft lässt sich individuell regeln (axial 13-66 N, radial 13-62 N). Damit gewährleistet das Werkzeug prozesssichere Entgratergebnisse und einen reduzierten Ausschuss bei minimalem Programmieraufwand. Die einheitlichen Werkzeugaufnahme gewährleistet kurze Rüstzeiten beim Klingenwechsel, so dass das Entgratwerkzeug auch für Kleinserien wirtschaftlich nutzbar ist. Im Vergleich zur manuellen Entgratung bietet die robotergestützte Entgratung eine ganze Reihe von Vorteilen: So können Mitarbeiter insbesondere bei schweren, gefährlichen und langwierigen Entgrataufgaben spürbar entlastet werden. Zudem ist eine konstante Qualität gewährleistet. Im automatisierten Betrieb ist eine mannlose Entgratung rund um die Uhr möglich.

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