Details
Folge 4 des AMB Messepodcasts: Diese Technologien prägen die Zukunft der Metallbearbeitung auf der AMB 2026
Die Rückkehr zur AMB: Nähe zum Markt als Erfolgsfaktor
Für Walter Tools ist die AMB 2026 ein Comeback. Nach der Messepause für Walter Tools in 2024 steht wieder der direkte Austausch mit der Kundschaft im Mittelpunkt. Die Nähe zum Messegelände und die Möglichkeit, viele Gespräche an einem Ort zu führen, sind für Gianfranco Dell’Aquila wichtige Gründe für die Teilnahme.
Die Branche bleibt angespannt: Vor allem gestiegene Rohstoffkosten erhöhen den Druck. Gleichzeitig wächst die Kostensensibilität. Gefragt sind daher Lösungen, die nicht nur leistungsfähig sind, sondern nachweisbar zur Produktivität beitragen und die Gesamtkosten eines Prozesses berücksichtigen.
Walter Tools: Vom Werkzeug zur Lösung entlang der Prozesskette
Walter Tools entwickelt sich zunehmend vom Produkt- zum Lösungs- und Serviceanbieter. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die gesamte Wertschöpfung bei der Kundschaft verbessern lässt. „The Right Match“ verbindet Produktkompetenz, Prozessverständnis und passgenaue Anwendungstechnik.
Auf der AMB wird dieser Ansatz an mehreren Stationen erlebbar: Pre-Machining mit Produktivitätslösungen, Toolmanagement und digitalen Anwendungen, Bearbeitungslösungen für Fokusindustrien und anspruchsvolle Werkstoffe sowie Post-Machining mit Recycling und Reconditioning.
Angesichts hoher Rohstoffpreise gewinnen aufgearbeitete Werkzeuge und geschlossene Materialkreisläufe an Bedeutung. Sie schonen Ressourcen und können zugleich die Kosten der Kundschaft senken. Nachhaltigkeit wird damit Teil einer wirtschaftlich tragfähigen Prozesslösung.
Siemens: KI, digitale Zwillinge und sichere Daten
Siemens betrachtet die Werkzeugmaschine als Teil eines vernetzten industriellen Ökosystems. Antriebe, Motoren, Steuerungen und digitale Komponenten verbinden Maschinenherstellende, Partnerunternehmen und Endkundschaft. Wachstum versprechen unter anderem Reindustrialisierung, Datenzentren, Halbleiter, Energie, Verteidigung, Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie und Medizintechnik.
Künstliche Intelligenz soll konkreten Produktivitätsnutzen bringen – etwa bei der automatischen Erkennung und Handhabung von Werkstücken oder durch digitale Assistenzsysteme für Bedienung und Service. Der digitale Zwilling ermöglicht es, Maschinen und Prozesse bereits vor der physischen Inbetriebnahme virtuell zu testen und in digitale Fertigungsabläufe einzubinden.
Mit der Vernetzung wächst die Bedeutung der Datensicherheit. Siemens verbindet KI auf der AMB deshalb mit Cybersecurity und dem Cyber Resilience Act. Gezeigt werden CRA-ready Lösungen rund um Sinumerik ONE, eine durchgängige digitale Kette und Angebote für kleinere Auftragsfertigungsbetriebe. Daten müssen verfügbar, sicher und verantwortungsvoll nutzbar sein.
Schaeffler: Automatisierung für flexible Fertigung
Schaeffler konzentriert sich auf vier Entwicklungen: Automatisierung, Elektrifizierung, Technologieintegration und Standardisierung. Automatisierung dient heute nicht nur der Kostensenkung, sondern auch dem Umgang mit Fachkräftemangel, Fluktuation und Ausfallrisiken.
Besonders relevant ist die wirtschaftliche Automatisierung bei kleinen Losgrößen. Damit sie sich auch bei Losgröße 1 lohnt, müssen Rüstvorgänge und Programmieraufwand beim Wechsel zwischen Bauteilen möglichst gering bleiben. Elektrifizierung kann hydraulische und pneumatische Anwendungen ersetzen und Energie sparen. Technologieintegration bündelt etwa Drehen, Fräsen und Schleifen in einer Maschine, reduziert Umspannvorgänge und erhöht die Genauigkeit.
Auf der AMB zeigt Schaeffler diesen Ansatz unter anderem mit einer neuen Linearführung für Anwendungen außerhalb des Arbeitsraums und einem Rundtischlager mit integrierter Verzahnung. Das verkürzt Montagezeiten und vereinfacht das Ausrichten. Der Mehrwert entsteht damit bereits bei Montage und Service.
AMB 2026: Die Messe als Ort für neue Verbindungen
Die Podcast-Gespräche zeigen: Die aktuellen Herausforderungen lassen sich nicht mit einer einzelnen Technologie lösen. Werkzeuge, Maschinen, Daten und Automatisierung müssen zu durchgängigen, sicheren und wirtschaftlichen Prozessen verbunden werden.
Dafür bietet die AMB die passende Plattform. Kundschaft, Herstellende, Zulieferunternehmen, Partner und Marktbegleitende können Technologien kennenlernen, ihre Praxistauglichkeit diskutieren und neue Lösungen gemeinsam weiterentwickeln. Für Walter Tools, Siemens und Schaeffler ist die Messe daher mehr als eine Produktpräsentation: Sie ist ein Ort für Gespräche über Produktivität, Resilienz und die Zukunft der industriellen Fertigung.
Walter Tools bietet individuelle Gespräche entlang der Prozesskette in Halle 3, Stand 3E50. Wer sich mit Bewegung, Vernetzung, KI, Cybersecurity oder flexibler Automatisierung beschäftigt, findet auf der AMB zahlreiche Anknüpfungspunkte.
AMB Messepodcast 2026: Hier geht es zur Folge vier.
zurück zur Übersicht
