Schleifen mit hoher Kühlschmierintelligenz

18.02.2020 - 13:18

Für das neue, kompakte 5-Achs-Schleifzenter MFP 30 konzipierte MÄGERLE zusammen mit seinem Partner KNOLL eine Kühlschmierstoff (KSS)-Anlage, die sich durch die bedarfsgerechte Auslegung und die intelligente iDevice-Schnittstelle auszeichnet.

Die Datendurchgängigkeit zwischen Maschine, Filteranlage, Pumpen und Kühler erlaubt eine große Flexibilität hinsichtlich der Prozessoptimierung. Der Anwender profitiert außerdem von der reduzierten Komponentenzahl, hoher Zuverlässigkeit und Energieeffizienz sowie geringem Platzbedarf.

Der Schweizer Schleifmaschinenhersteller MÄGERLE, Fehraltorf, gehört zur UNITED GRINDING Group und gilt als einer der Technologieführer für hochleistungsfähige, kundenindividuelle Schleifsysteme zur Bearbeitung von Flach- und Profilschleifaufgaben. Eine zentrale Position im Produktspektrum nehmen die Maschinen der Serie MFP 50 und MFP 51 ein, mit denen Unternehmen der Luftfahrtbranche ihre Turbinenteile für die Heißgasphase profilschleifen. Martin Preisig, Leiter Technik bei MÄGERLE, erklärt: „Für diese Aufgabe sind wir mit diesen Maschinen und dem als CD-Schleifen bezeichneten Continuous Dressing hervorragend aufgestellt. Überhaupt liegen unsere 5- und 6-Achs-Schleifzentren, die neben den Flach- und Profilschleifoperationen auch fräsen, bohren und messen können, voll im Trend.“

Die Grundlage für den internationalen Erfolg bildet das MÄGERLE Baukastensystem, das kundenindividuelle Lösungen begünstigt. Es schließt neben den eigenen Modulen auch die Kühlschmieranlagen ein, die seit über 40 Jahren vorwiegend von KNOLL Maschinenbau geliefert werden. MÄGERLE kann auch hier aus einem Baukasten die passende KSS-Anlage für jede Maschine konfigurieren. Dieser besteht aus verschiedenen Vakuum- und Hydrostatfiltern, Pumpen und Kühlern.

Neues 5-Achs-Profilschleifzenter für kleinere Teile

Bei der Neuentwicklung der kompakteren MÄGERLE MFP 30, die sich für die Bearbeitung kleinerer Turbinenteile, wie Leit- und Laufschaufeln oder Hitzeschilder ohne CD-Schleifen empfiehlt, haben die beiden Partner hinsichtlich der KSS-Versorgung einen etwas anderen Weg beschritten. „Wir haben besonderen Wert darauf gelegt, dass wir durch den Einsatz von State-of-the Art-Technologie den Platzbedarf, den Energieverbrauch und die Kosten optimieren“, erklärt Martin Preisig, der für die Maschinenentwicklung im Bereich Mechanik/Konstruktion, SPS-Software und Elektrokonstruktion verantwortlich ist.

Das betrifft auch die Anlage für das Zuführen und Reinigen des Kühlmittels. Sie ist bedarfsgerecht ausgelegt und platzsparend konzipiert sowie weitgehend standardisiert, so dass sie perfekt zur MFP 30 passt. Im Wesentlichen besteht sie aus einem KNOLL Hydrostatfilter HL 450/2000 mit Vakuumpumpe, einer frequenzgeregelten Versorgungspumpe (2 bis 22 bar), einer optionalen Ergänzungspumpe zur Druckerhöhung um weitere 20 bar für Hochdruckanwendungen (IKZ), einem kompakten Reintank und zusätzlichem Kühlaggregat. Andreas Steinhart, zuständiger Vertriebsmitarbeiter bei KNOLL, weist darauf hin, dass der Hydrostatfilter (Funktionsweise siehe Kasten), der sich für Öle und Emulsionen gleichermaßen einsetzen lässt, eine optimale Lösung für die MFP 30 darstellt: „Der HL kombiniert hydrostatische Filtration mit Filtervlies und einfache Vakuumtechnik, die für geringe Restfeuchte im Vlies- und Schmutz-Austrag sorgt. Daraus resultieren reduzierte Entsorgungskosten und minimierter KSS-Verlust.“

https://www.knoll-mb.de/ 
 

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