Hochkarätiges Rahmenprogramm rundet Angebot der AMB ab

21.09.2018 - 12:43

Sonderschauen, Fachvorträge, Wettbewerbe und Showcases zu Industrie 4.0 steigern die Attraktivität für die Fachbesucher

Mit dem erstmals angebotenen „Digital Way“ weist die AMB, die Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung, in Richtung Zukunft. Denn Digitalisierung, Vernetzung, Big Data – schlicht Industrie 4.0 – ist das alles beherrschende Thema an den Messeständen. Vor allem die beiden Showcases zeigen, wie Industrie 4.0 in der Praxis aussehen kann und ziehen die Besucher magisch an. Weitere Höhepunkte: die Sonderschau „Innovationen von morgen“ des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU Darmstadt in der neuen Paul Horn Halle (Halle 10), die deutschen Meisterschaften der WorldSkills Germany im Drehen, Fräsen und erstmals Polymechanik sowie die „Sonderschau Jugend“ der Nachwuchsstiftung Maschinenbau. Auf großes Interesse stießen darüber hinaus die zahlreichen Fachvorträge, beispielsweise am Stand des VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau im L-Bank Forum (Halle 1). Ein Streifzug in Bildern…

 

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Bildunterschrift: 
Eine Fülle interessanter Vorträge rund um Industrie 4.0 bot der Kongress zum Digital Way an den ersten beiden Messetagen. In Zusammenarbeit mit dem Fachverband Software und Digitalisierung im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) setzte die Messe Stuttgart zwei parallele Themenstränge zu den „Geschäftsprozessen“ und den „Geschäftsmodellen“ einer digitalen Fertigungswelt auf. Dabei ging es unter anderem um Fragen der digitalen Simulation im Product Lifecycle Management (PLM), das modellbasierte digitale Konstruieren, um Augmented und Virtual Reality im Maschinen- und Anlagenbau sowie Industrie 4.0 in Baden-Württemberg, die Mensch-Technik-Interaktion und den Wandel in der Arbeitswelt. Anhand praxisnaher Beispiele zeigten Anbieter und Anwender, wie sich Digitalisierung bereits heute erfolgreich realisieren lässt. Ein Ausblick auf die Plattform-Ökonomie und darauf wie die weitere Zukunft der Künstlichen Intelligenz aussehen kann, wagten die Experten mit dem Thema maschinelles Lernen.

 

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Bildunterschrift:
Interaktive Showcases im Rahmen der Sonderschau Digital Way machen Industrie 4.0 live erlebbar. So zeigte Softwareanbieter Gewatec zusammen mit Partnerfirmen am Beispiel individualisierbarer Taschenlampen, Pfeifen und Flaschenöffnern eine vollständig digitalisierte Prozesskette - von der Bestellung bis zur Auslieferung direkt auf der Messe. Peter Bauer, Vertriebsleiter von Gewatec: „Über einen QR-Code wird eine Internetseite angesteuert, auf der das Teil gewählt werden kann. Man sieht bereits hier, wie lange der Auftrag dauern wird.“ Im nächsten Schritt lässt sich das Werkstück durch eine Gravur individualisieren. Nach Eingabe der Adressdaten wird der Auftrag freigegeben und bestätigt. Via Internet lässt sich leicht verfolgen, welchen Status der Auftrag hat. Ist das Teil fertig, erfolgt eine Benachrichtigung per E-Mail und es kann abgeholt werden. Die Elabo Smart Factory zeigt wenige Meter weiter den Prozess einer Kreiselherstellung – von der Konfiguration über die Produktion bis zur Montage und Qualitätssicherung.

 

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Bildunterschrift:
Vertriebsleiter Peter Bauer ist mit der Resonanz auf dem Showcase, den sein Unternehmen Gewatec zusammen mit Partnern auf der AMB 2018 aufgebaut hat, sehr zufrieden: „Bei uns können die Leute sehen und hautnah erleben, was heute durch Digitalisierung und Vernetzung bereits möglich ist.“

 

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Bildunterschrift:
Der Digital Way bietet vielen, gerade kleineren Firmen eine Plattform, um mit den Branchenvertretern des Werkzeugmaschinenbaus und der Zerspanung in Kontakt zu kommen. Dieses Angebot nutzten etwa 30 Unternehmen, für viele von ihnen war es der erste Auftritt auf einer Werkzeugmaschinen-Messe.

 

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Bildunterschrift:
Peter Schneck ist Geschäftsführer von TDM Systems, einem führenden Hersteller von Software für das Werkzeug Datenmanagement. Das Unternehmen ist quasi mit Digitalisierung und Vernetzung groß geworden. Der Digital Way zeige den Stellenwert, den das Thema mittlerweile in der Verspannungsbranche hat. Schneck: „Der Digital Way kam uns sehr entgegen, da wir hier auch unsere Eigenständigkeit als Unternehmen mit erstmals einem eigenen Stand auf der AMB zeigen können. Wir denken, dass es auch in Zukunft sehr wichtig ist, so etwas den Kunden anzubieten, vor allem den Strategen in den Unternehmen.“

 

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Bildunterschrift:
„Wir sind überrascht, wie viele AMB-Besucher gezielt an unseren Stand im Rahmen des Digital Way kommen, um sich über die Brancheninitiative zur Konnektivität in der Industrie 4.0 zu informieren“, sagt Dr. Alexander Broos, Projektleiter der Initiative beim VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken und Leiter Forschung Technik. „Obwohl wir den offiziellen Namen ‚utima‘ erst hier in Stuttgart der Öffentlichkeit vorgestellt haben, ist das Interesse und der Bekanntheitsgrad schon groß – wir sind sehr zufrieden.“

 

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Bildunterschrift:
Unter dem Motto „Bei den Trends von Morgen dabei sein“ veranstaltet das Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU Darmstadt seine Innovationstour erstmals in der neuen Paul Horn Halle (Halle 10). Erneut ist es dem Team um Professor Eberhard Abele gelungen, Innovationsführer aus dem Bereich der spanenden Fertigung auf den PTW-Stand zu ziehen. Die Mischung aus Forschungsthemen und konkreten Anwendungsfällen aus der Industrie spricht die AMB-Besucher in besonderer Weise an, wie die gut gefüllten Gänge auf dem Messestand zeigen. In den Mittelpunkt ihrer Präsentation stellten die Darmstädter zukunftsweisende Themen im Kontext von Industrie 4.0, wie die Kombination aus additiver Fertigung und spanender Nachbearbeitung oder die Steigerung der Energieeffizienz von Maschinen und Fabriksystemen auf Grundlage umfangreicher Energiedaten.

 

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Bildunterschrift:
Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele leitet das Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) und zeichnet für die Innovationstour auf der AMB verantwortlich: „Zu uns kommen die AMB-Besucher, die aus neutraler Sicht hören wollen, welche Themen man in der Zukunft der Produktion beachten muss. Zwar schwebt über allem die Digitalisierung, aber was sind denn die Benefits, die wir als Anwender haben, wenn wir Industrie 4.0 einführen? Werde ich zum Beispiel schneller oder besser? Wir müssen ehrlich sein, wir können diese Antworten heute nur zum Teil geben. Ein weiteres Thema ist zum Beispiel die Energieeffizienz, wobei die Motivation oftmals weniger im wirtschaftliche Vorteil liegt, als vielmehr in der Verantwortung für die Umwelt. Das sehen wir gerade bei jungen Unternehmern. Da können wir viele pragmatische Beispiele zeigen, bei denen es sich rechnet. Dann fragen viele nach den Auswirkungen der additiven Fertigung, wie groß die Gefahr ist. So erfordern additiv hergestellte Teile zwar häufig eine spannende Nachbearbeitung, dafür werden aber wiederum andere Maschinen benötigt.“

 

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Bildunterschrift:
Eine tolles Aushängeschild für Berufe in der Metallverarbeitung ist die „Sonderschau Jugend“ der Nachwuchsstiftung Maschinenbau des VDW. Unter dem Motto „Mach was mit Zukunft. Deine Chance im Maschinenbau.“ konnten junge Leute im Atrium der Messe nicht nur zuschauen, sondern schließlich die für sie in einer typischen Prozesskette gefertigten Einzelteile zu einem attraktiven Formel-1-Modellwagen montieren. Die Werkzeugmaschinenbranche sucht dringend Nachwuchs und bietet Fachkräften interessante Jobs mit guter Bezahlung und enormen Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Was das bedeutet, lässt sich auf der AMB besser erleben – vor allem im Gespräch mit anderen jungen Menschen, die diesen Beruf bereits ergriffen haben, als in so manchem Berufsfindungsvortrag. Unterstützt wird die Sonderschau von namhaften AMB-Ausstellern wie DMG Mori, Heidenhain, Emco, FPS Werkzeugmaschinen, Gebr. Heller Maschinenfabrik, Green Team Uni Stuttgart, Index-Werke, Maschinenfabrik Berthold Hermle, Paul Horn, Renishaw, Siemens, Solidcam, Trumpf und Weiler Werkzeugmaschinen.

 

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Bildunterschrift:
Die AMB bietet einen attraktiven Rahmen für die deutschen Meisterschaften die „WorldSkills Germany“ in den Zerspanungsberufe Drehen und Fräsen für junge Fachkräfte bis 22 Jahre. Erstmals 2018 dabei: Die Polymechaniker, ein in Deutschland noch relativ unbekanntes Berufsbild, das am ehesten dem Industriemechaniker verwandt ist. Zusätzlich zur Zerspanung, allerdings ohne CNC-Steuerungen, lernen die Azubis die Montage und Elektronik mechatronischer Systeme, weshalb die Ausbildung dreieinhalb Jahre dauert. Belohnt werden die jungen Menschen mit einem abwechslungsreichen und krisenfesten Beruf. Die Sieger der WorldSkills Germany werden an der Weltmeisterschaft 2019 in Kazan teilnehmen.

Als Quelle ist anzugeben „Bildnachweis: Messe Stuttgart“. 


Über die AMB

Zur AMB 2018 in Stuttgart präsentieren 1.553 Aussteller auf einer Fläche von mehr als 120.000 Bruttoquadratmetern Innovationen und Weiterentwicklungen für spanende und abtragende Werkzeugmaschinen, Präzisionswerkzeuge, Messtechnik und Qualitätssicherung, Roboter, Werkstück- und Werkzeughandhabungstechnik, Industrial Software & Engineering, Bauteile, Baugruppen und Zubehör. Unterstützt wird die AMB 2018 von den ideellen Trägerverbänden VDMA Fachverband Präzisionswerkzeuge, VDMA Fachverband Software und Digitalisierung sowie VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken.

Die Textdatei, Messefotos der AMB und Messelogos können Sie im Internet herunterladen unter www.amb-messe.de/presse

www.twitter.com/amb_stuttgart

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